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Oben-ohne-Skizze: Louvre untersucht: Hat da Vinci eine "nackte" Mona Lisa gezeichnet?

Experten sind offenbar auf einen Entwurf von Leonardo da Vincis Mona Lisa gestoßen, die der gefeierte Künstler selbst angefertigt haben soll. Darauf ist die Statistin des berühmten Gemäldes oben ohne zu sehen. 

Hat Da Vinci eine "nackte" Mona Lisa gezeichnet?

Da Vinci selbst soll sie gezeichnet haben: Handelt es sich bei einer Holzkohle-Skizze (r.) um einen Oben-ohne-Entwurf der Mona Lisa (l.)?

Es ranken sich viele Mythen und Theorien um das wohl bekannteste Gemälde der Welt: Die Mona Lisa soll ihren Schöpfer, den italienischen Maler Leonardo da Vinci, als Frau zeigen. Oder die Gemahlin eines Florentiner Kaufmanns und Seidenhändlers. Es ist sogar davon die Rede, dass da Vinci seine mutmaßlich homosexuelle Orientierung in das Bild habe einfließen lassen - jene Spekulation wies das Kunstmuseum Louvre allerdings im Jahr 2011 zurück. 

Nun bewegt das Gemälde, das zwischen 1503 und 1506 entstanden sein soll (auch hier scheiden sich die Geister), erneut die Kunstszene: Experten vermuten, dass Leonardo da Vinci "mindestens zum Teil" eine Holzkohle-Skizze seines wohl berühmtesten Bildes angefertigt haben soll, auf der die Mona Lisa oben ohne zu sehen ist. Das berichten unter anderem die britische "BBC" und der "Telegraph". Der Entwurf, bisher bekannt als Joconde Nue, habe eine verblüffende Ähnlichkeit zu der Statistin des berühmten Gemäldes. Auch handwerklich.

Oben-ohne-Skizze von Mona Lisa: "Keine blasse Kopie"

Untersuchungen im Kunstmuseum Louvre, in der die Mona Lisa ausgestellt ist, ließen diese Schlussfolgerung zu. Bisher seien die Experten davon ausgegangen, dass die Holzkohle-Skizze - die seit 1862 zu einer nordfranzösischen Kunstsammlung gehört - von da Vincis Schülern angefertigt wurde. "Die Darstellung der Hände und des Gesichts auf der Zeichnung sind von einer Qualität, die wirklich bemerkenswert ist", zitiert die Nachrichtenagentur AFP den Louvre-Kurator Mathieu Deldicque. "Es ist keine blasse Kopie." Man sehe eine Arbeit, die parallel zur Mona Lisa gegen Ende von da Vincis Leben entstanden sei. "Es ist mit großer Wahrscheinlichkeit eine Vorbereitungsarbeit für sein Ölgemälde gewesen."

Es sollen über 20 Kopien der "nackten" Mona Lisa in der Welt kursieren, berichtet der "Telegraph". Die Ähnlichkeiten zur Mona Lisa - etwa, wie der Körper und die Hände gezeichnet sind - würden aber darauf schließen lassen, dass da Vinci "mindestens zum Teil" hinter dieser Zeichnung gesteckt habe, so Experten. Allerdings merkt Bruno Mottin an, Erhaltungsexperte im Louvre, dass auch andere an der Skizze gearbeitet haben könnten. "Die Schraffierung am oberen Teil des Bildes, nahe des Kopfes, wurde von einem Rechtshänder gezeichnet. Leonardo hat mit seiner linken Hand gezeichnet."

Aktuell werde geprüft, wann die Zeichnung genau entstanden sei. Die Kuratoren des Louvre hoffen auf Antworten zu dieser und weiteren Fragen bis spätestens 2019, dem 500. Todestag von da Vinci.  

fs
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