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Somalia Nach 50 Jahren: Verloren geglaubte Elefantenspitzmaus wiederentdeckt

Elefantenspitzmäuse (
Es gib mehrere Arten von Elefantenspitzmäusen. Eine verloren geglaubte Art wurde nun wiederentdeckt. 
© Martin Jung / Picture Alliance
In Afrika haben Forscher eine verloren geglaubte somalische Elefantenspitzmaus wiederentdeckt. Mehr als 50 Jahre lang hat niemand ein Exemplar des kleinen Tieres gesehen. 

Sie ist entfernt mit dem Elefanten verwandt und doch nur groß wie eine Maus: Forscher haben die sonderbar anmutende und verloren geglaubte somalische Elefantenspitzmaus - auch Sengi genannt - am Horn von Afrika wiederentdeckt. Wie die Wissenschaftler bekannt gaben, lebte das winzige, insektenfressende Säugetier mit seiner rüsselartigen Nase in der trockenen, felsigen Landschaft der Region jahrzehntelang völlig unbemerkt. Zuletzt hatten Forscher das Tier in den 1970er Jahren gesehen.

Das Sengi, neben dem Elefanten entfernt verwandt mit Erdferkeln und Seekühen, ist allerdings nur so groß wie eine Maus. Mit seinen kräftigen Beinen kann es bis zu 30 Kilometer pro Stunde schnell laufen. 

Auch andere Tiere wurden wiederentdeckt 

Da vom Sengi seit Jahrzehnten jegliche Spur fehlte, stand es sogar auf der Liste der "25 meistgesuchten verlorenen Arten" der Global Wildlife Conservation Group. Doch während einer Expedition im vergangenen Jahr fanden Wissenschaftler die Tiere endlich wieder - und entdeckten auch, dass das Sengi keineswegs nur in Somalia lebt, sondern auch im angrenzenden Dschibuti. 

Zu den anderen Arten, die in den letzten Jahren wiederentdeckt wurden, gehören der Jackson-Klettersalamander in Guatemala, die Wallace-Riesenbiene in Indonesien und der Silberrücken-Chevrotain - eine hirschähnliche Art von der Größe eines Kaninchens - in Vietnam. Die Wiederentdeckung des Sengi gibt den Wissenschaftlern Hoffnung, dass auch weitere, verloren geglaubte Tierarten wieder auftauchen könnten. 

ivi AFP

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