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Reihenhaus fliegt in die Luft Explosion statt Auszug - zwei Tote


Nach der Explosion eines Reihenhauses im unterfränkischen Winterhausen deutet vieles auf einen Selbstmord hin. Das Bewohnerpaar, das eigentlich ausziehen sollte, hatte zuvor Streit mit den Nachbarn.

Nach dem Verkauf eines Reihenhauses hat sich ein Ehepaar im unterfränkischen Winterhausen statt auszuziehen offenbar selbst in die Luft gesprengt - und dabei auch das Nachbargebäude schwer beschädigt. Die Polizei fand nach der gewaltigen Explosion in der Nacht zu Montag zwei stark verkohlte Leichen, bei denen es sich wohl um die Bewohner handelt.

Die Polizei geht davon aus, dass der 61 Jahre alte Mann und seine 44 Jahre alte Frau die Explosion absichtlich ausgelöst haben: "Wir haben im ersten Obergeschoss eine Gasflasche ohne Verschluss gefunden. Die hat da eigentlich nichts verloren", sagte ein Polizeisprecher. Außerdem fanden die Beamten keine Hinweise auf einen bevorstehenden Umzug. Das Ehepaar hatte das Haus verkauft und sollte am Montag bereits ausgezogen sein.

Rache als Motiv?

Das Motiv ist bislang unklar, doch ein Teilaspekt könnte Rache gewesen sein: Das kinderlose Ehepaar soll Polizeiangaben zufolge mehrfach Streit mit den Nachbarn gehabt haben. Bei der Explosion und dem anschließenden Feuer griffen die Flammen auch auf das rechts angrenzende Reihenhaus über. Ein 66-jähriger Mann und seine 63 Jahre alte Ehefrau konnten sich mit eigener Kraft aus dem brennenden Haus retten.

Etwa 65 Feuerwehrleute hatten die Flammen nach ungefähr zwei Stunden unter Kontrolle. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen mehrere hunderttausend Euro. Der Bürgermeister von Winterhausen, Wolfgang Mann (SPD), bezeichnete das Geschehene als dramatisch und tragisch. "Wir stehen erstmal alle unter Schock", sagte der 54-Jährige.

fw/DPA DPA

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