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Schießerei in US-Kaserne: Major wegen 13-fachen Mordes angeklagt

Er soll verantwortlich sein für das Massaker in der US-Kaserne Fort Hood: Major Nidal Malik Hasan. Ermittler des Militärs haben ihn nun wegen 13-fachen vorsätzlichen Mordes angeklagt - und es könnten noch weitere Anklagepunkte hinzukommen.

Eine Woche nach dem Amoklauf von Fort Hood ist der mutmaßliche Todesschütze Nidal Malik Hasan wegen 13-fachen vorsätzlichen Mordes angeklagt worden. Das teilte ein militärischer Ermittlungsbeamter am Donnerstag auf dem texanischen Stützpunkt mit. Hasan soll vor ein Militärgericht gestellt werden.

Zusätzliche Anklagepunkte könnten zu einem späteren Zeitpunkt hinzukommen, erklärte der Beamte. Über das mögliche Tatmotiv sagte er nichts. Die Untersuchungen dauerten an, und es werde jedem Hinweis nachgegangen. Bei dem Amoklauf wurden zwölf Soldaten und ein Zivilist getötet sowie 42 weitere Menschen verletzt.

"Ein einsamer Typ, der Schwierigkeiten hat"

Über Hasans Motiv gibt es auch eine Woche nach dem Blutbad weiter Rätselraten. Der 39 Jahre alte Major sei allem Anschein nach ein in Beziehungsdingen glückloser Einzelgänger, dessen Profil eher einem Massenmörder ähnele als einem Terroristen, sagte Kriminologe Pat Brown dem US-Fernsehsender "CNN".

Der Kriminologe hält persönliche Probleme für die wahrscheinlichste Ursache. "Er ist einfach ein einsamer Typ, der Schwierigkeiten hat und psychopathisches Verhalten an den Tag legte", sagte der Kriminologe. "Das ist dann zu einem Punkt ausgeufert, an dem er sich an der Gesellschaft rächen wollte und es an seinen Kollegen ausließ."

In den vergangenen Tagen war hingegen der Verdacht laut geworden, religiöse Verblendung habe möglicherweise zu der Bluttat geführt. US-Geheimdienste hatten zahlreiche E-Mails Hasans an einen radikalen islamischen Prediger abgefangen, den Major aber nach einer Überprüfung als harmlos eingestuft.

AP/DPA / AP / DPA