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Sizilien: Vier Menschen sterben bei Schiffsunglück

Vor der sizilianischen Küste hat ein Frachtschiff ein schweres Schiffsunglück verursacht. Bei dem Zusammenstoß mit einer Fähre kamen vier Menschen ums Leben. Auf der Fähre brach Panik aus.

Schweres Schiffsunglück in Süditalien: Beim Zusammenstoß einer italienischen Schnellfähre mit einem Frachtschiff sind vor der sizilianischen Küste vier Menschen ums Leben gekommen. Über 80 Passagiere seien verletzt worden, mindestens fünf von ihnen schwer. Bei den Opfern handele es sich um Besatzungsmitglieder der Fähre Segesta Jet, die von Reggio Calabria unterwegs nach Messina war. Zwei der Toten wurden auf der Kommandobrücke gefunden, zwei weitere unter Deck. Die Verletzten seien in Krankenhäuser in Kalabrien auf dem Festland und auf Sizilien transportiert worden.

Die Schnellfähre der italienischen Staatsbahn hatte 130 Menschen an Bord. Das 130 Meter lange Frachtschiff, das unter der Flagge von Antigua und Barbuda fuhr, sei mit zehn Besatzungsmitgliedern unterwegs gewesen und habe Container transportiert, berichteten Medien. Die Einsatzkräfte retteten mehrere Menschen, die über Bord gegangen waren, andere seien zwischen Trümmern eingeklemmt gewesen, viele bluteten, hieß es.

Die Ursache für das Unglück in der Meerenge von Messina war auch in der Nacht noch nicht ermittelt. Unter den Fahrtgästen sei Panik ausgebrochen, hieß es. "Ich habe einen heftigen Knall gehört und bin drei Meter nach vorne geschleudert worden. Ich dachte, ich würde sterben", sagte eine 20-jährige Italienerin, die leicht verletzt wurde. Küstenwacht und Feuerwehr waren stundenlang im Einsatz, um eventuell weitere eingeklemmte Passagiere zu finden.

DPA / DPA