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Vulkan auf Sumatra spuckt Rauch und Asche: 18 Dörfer in Gefahrenzone geräumt

Nach vier Jahrhunderten im Dornröschenschlaf ist der Vulkan Sinabung am Sonntag mit einem Schlag ausgebrochen: Feuer, Lava und Asche - trieben mehr als 18 000 Menschen Hals über Kopf aus ihren Dörfern.

Der erste Ausbruch des Vulkans Sinabung seit mehr als 400 Jahren hat auf der indonesischen Insel Sumatra am Sonntag tausende Menschen in die Flucht getrieben. Mehr als 18.000 Menschen wurden nach Angaben von Rettungskräften aus einer sechs Kilometer breiten Gefahrenzone rund um den Vulkan in Sicherheit gebracht, wobei nach offiziellen Angaben zunächst niemand verletzt wurde. Später ging die Vulkantätigkeit zurück.

Der im Norden Sumatras gelegene Sinabung spuckte Rauch und Asche in bis zu 1500 Meter Höhe. Bewohner der nahegelegenen Dörfer berichteten, sie hätten Flammen und Lava gesehen. Die Lage sei "gefährlich", sagte ein Vertreter des Vulkanwarnzentrums des Landes nach Beginn des Ausbruchs. Daher sei die höchste Alarmstufe ausgerufen worden. Der Vulkan habe seit Freitag vulkanische Aktivität gezeigt. Selbst in 30 Kilometern Entfernung ging noch Asche nieder, wie Mohammed Agus Wibisono, ein Vertreter der Such- und Bergungsmannschaften, sagte.

Viele Menschen seien noch vor Anlaufen der Evakuierungsmaßnahmen aus ihren Häusern geflüchtet, sagte ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde. Wegen dichten Rauchs und starken Schwefelgeruchs klagten viele Menschen zunächst über Atemwegsprobleme. Ihm lägen aber keine Angaben zu Verletzten vor, sagte der Sprecher. Die Behörden hätten Atemschutzmasken ausgegeben und Zelte und Nahrungsmittel bereitgestellt. "Die Lage ist unter Kontrolle", sagte der Sprecher.

Nach örtlichen Medienberichten starb ein Mann beim Verlassen seines Dorfes infolge von Atemwegsproblemen. Nach Angaben der Behörden des Bezirks Karo erlag der herzkranke Mann jedoch einem Herzleiden. Den Menschen, die aus 18 Dörfern in Sicherheit gebracht worden seien, gehe es "gut", sagte Behördenvertreter Andes Mbaga der Nachrichtenagentur AFP. Viele Menschen hätten Stunden nach dem Vulkanausbruch die Atemschutzmasken wieder abgenommen. Die vulkanische Aktivität sei zurückgegangen. Wann der Alarm heruntergestuft werde, sei noch nicht klar.

Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. An dem hufeisenförmigen Vulkangürtel, der den Pazifischen Ozean umgibt und fast die gesamte Pazifische Platte umschließt, stoßen gleich mehrere Kontinentalplatten und ozeanische Platten aneinander. Diese sind ständig in Bewegung, weshalb Erdstöße keine Seltenheit sind. Im August war der Karangetang auf der Insel Siau in der Provinz Nord-Sulawesi ausgebrochen. Vier Menschen wurden damals vermisst. Im Mai war der Baru Jari auf der Insel Lombok nahe Bali ausgebrochen. Damals wurde niemand verletzt; Teile der Ernte wurden jedoch zerstört.

AFP / AFP
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