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Was hilft - und was nicht : Hitzewelle in Deutschland: Mit diesen Tricks kommen Sie gut durch die heißen Tage

Dieser Sommer hat es in sich: Pünktlich zum Beginn der Hundstage naht in Deutschland eine "ausgewachsene Hitzewelle". Hier lesen Sie, was Sie gegen die drückende Hitze tun können und wie sie auch bei tropischen Temperaturen entspannt durch den Tag kommen.

Was hilft bei Hitze und was nicht?

Bei Temperaturen über 30 Grad kann auch schon mal ein Eis für schnelle Abkühlung sorgen. Auf Dauer muss man bei extremer Hitze jedoch auf andere Tipps und Tricks zurückgreifen

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Rechtzeitig zu den an diesem Montag beginnenden Hundstagen dreht der Sommer in Deutschland richtig auf. In dieser Woche wird es von Tag für Tag heißer - die bislang heißeste Woche des Jahres steht bevor. Damit die Hitze erträglicher wird, reichen oft schon einige einfache Maßnahmen. Einige Fakten und Tipps:

Morgens und abends lüften

An sehr heißen Tagen am besten nur nachts und in den kühleren Morgenstunden bei weit geöffnetem Fenster. Tagsüber bleiben Fenster und Türen verschlossen. Besonders Schlafräume sollten am Tag dicht und dunkel sein.

Was schützt effektiv gegen Sonnenstrahlen?

Knallt die Sonne durch ein zwei Quadratmeter großes Fenster, hat dies einen ähnlichen Effekt wie der Dauerbetrieb eines Tausend-Watt-Heizlüfters in ohnehin schon warmer Umgebung. Außen angebrachte Jalousien, Roll- und Klappläden schatten die Zimmer am besten ab.
Innenrollos oder Vorhänge können die Sonnenstrahlen erst abschirmen, wenn sie bereits in den Raum eingedrungen sind. Sie sollten zumindest helle oder metallbeschichtete Außenflächen haben, um die Strahlung möglichst gut zu reflektieren.

Für dauerbestrahlte Südfenster empfiehlt sich spezielles Sonnenschutzglas. Ähnlichen Schutz bieten Reflexionsfolien, die meist getönt sind und von innen auf dem Glas angebracht werden. Sie sind aber nur begrenzt haltbar. Wer doch lieber die Fenster aufreißt, sollte auf jeden Fall Zugluft meiden. Sonst drohen ein steifer Nacken oder gereizte Schleimhäute

Ventilatoren helfen

Ventilatoren wirken erfrischend und lassen den Schweiß verdunsten. Hilfreich ist auch ein vor dem Ventilator platzierter Wäscheständer mit nassen Tüchern. Aber Achtung: Auch bei Ventilatoren drohen Nackenverspannungen und Erkältungen, wenn der Körper zu sehr auskühlt.

Klimageräte sind hilfreich, aber teuer

Die Stiftung Warentest nahm zuletzt vor vier Jahren Klimageräte unter die Lupe: Splitgeräte, die aus Kühlteil und separatem Außenteil bestehen, sind demnach effektiver als Monogeräte, die die Abluft durch einen Schlauch zum Fenster hinauspusten. Splitgeräte sind mit teilweise an die 2000 Euro aber nicht billig. Zudem zehren sie spürbar am Konto: Für ein typisches Gerät mit einer Leistungsaufnahme von tausend Watt kann in einem Sommer Verbraucherexperten zufolge noch einige zusätzlich an Stromkosten zusammenkommen.

 Kühlschrank muss nicht auf voller Leistung laufen

Nein - zum Frischhalten von Lebensmitteln reichen sechs bis acht Grad Celsius völlig aus. Grundsätzlich sollten elektrische Geräte, die nicht unbedingt gebraucht werden, abgeschaltet werden. Denn jeder Computer und jede Lampe strahlt ab.

Was hilft beim Einschlafen?

Wer sich wegen der Wärme beim Einschlafen quält, dem empfehlen Experten vor dem Zubettgehen eine kühle, aber nicht zu kalte Dusche. Die Feuchtigkeit nicht ganz abtrocknen, sondern verdunsten lassen - das bringt dem Körper Abkühlung. Außerdem empfiehlt sich ein leichter, luftiger Schlafanzug aus Naturfasern wie Baumwolle. Sie können Schweiß gut aufnehmen - immerhin schwitzt der Körper nachts einen halben Liter Flüssigkeit aus.

Worauf sollten Autofahrer achten?

An sehr heißen kann sich die Luft im Auto leicht auf über 60 Grad Celsius erwärmen. Aufgeheizte Fahrzeuge sollten deshalb vor Fahrtbeginn ordentlich durchgelüftet werden. Dann sollte die Lüftung zunächst einige Zeit auf Umluft laufen - so kühlt das Fahrzeug schneller ab, weil keine warme Luft von außen zugeführt wird. Beim Parken hält ein Sonnenschutz an den Scheiben einen Teil der Hitze draußen. Auf keinen Fall dürfen Kinder oder Tiere im Auto zurückgelassen werden, auch nicht auf einem Schattenparkplatz.

Welche Trinkmengen sind ratsam?

Generell sollten über den Tag verteilt etwa zweieinhalb bis drei Liter getrunken werden. Ideale Durstlöscher sind Mineralwasser, abgekühlte Kräuter- und Früchtetees oder verdünnte Obst- und Gemüsesäfte. Sie enthalten in der Regel genügend Mineralien, um die ausgeschwitzten Salze wieder zu ersetzen. Zuckerreiche Limonaden verursachen hingegen noch mehr Durst. Vorsicht vor eiskalten Getränken: Sie können Magenbeschwerden verursachen. Zudem muss der Körper mehr arbeiten, um die Flüssigkeit auf Körpertemperatur zu erwärmen. Auf Alkohol sollte besser verzichtet werden. Er weitet die Gefäße, was das Herz noch mehr belastet.

Was sollte man Bei Hitze essen?

Beim Essen gilt: Keine schwere und fette Kost, sondern besser mehrere kleine und leichte Mahlzeiten mit viel Obst und Gemüse.

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fk / AFP