HOME

Wetterphänomen: Hier geht morgen der Blutregen nieder

Eine Staubwolke mit Sahara-Sand bahnt sich den Weg nach Europa. Die rötlich gefärbten Körner sollen in Form von Blutregen auf die Erde fallen. Wo ist das Spektakel am besten zu beobachten?

Bräunlich gefärbter Blutregen: Wolken tragen Sand aus der Sahara nach Deutschland

Bräunlich gefärbter Blutregen: Wolken tragen Sand aus der Sahara nach Deutschland

Ein besonderes Wetterphänomen wird am morgigen Freitag erwartet: Winde treiben Wolken mit Sahara-Staub nach Deutschland. In Regionen, in denen es regnet, vermischt sich das Wasser mit den rötlichen Partikeln und fällt als sogenannter Blutregen vom Himmel. "Dieser Regen wird dann rötlich-bräunlich verfärbt sein", schreibt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom deutschen Wetterportal wetter.net.

Doch wo stehen die Chancen am besten, das Phänomen beobachten zu können? Aufschluss darüber gibt eine Animation des spanischen Meteorologie-Dienstes "Barcelona Dust Forecast Center", das die Wetterexperten auf Twitter veröffentlicht haben. Die Grafik zeigt, wie sich die Sahara-Staubwolken von Afrika aus langsam in Richtung Nord-Ost-Europa schieben. Die Ausläufer der Wolke erreichen Deutschland in der kommenden Nacht auf Freitag und breiten sich im Laufe des Freitages vor allem in den süd-östlichen Regionen aus.

Wenn der Regen mit Sand aus der Sahara versetzt ist, sieht das Wasser rot aus. Man spricht von Blutregen.


In diesem Gebiet wird laut Wetterexperte Jung gegen Freitagabend auch Regen erwartet: "Das bewirkt, dass wir vor allen Dingen in diesen Regionen mit Blutregen rechnen müssen."

Die Grafik zeigt, wo es am Freitagabend Blutregen geben könnte. Vor allem in den süd-östlichen Regionen Deutschlands stehen die Chancen gut, das Wetterphänomen beobachten zu können.

Die Grafik zeigt, wo es am Freitagabend Blutregen geben könnte. Vor allem in den süd-östlichen Regionen Deutschlands stehen die Chancen gut, das Wetterphänomen beobachten zu können.

Doch auch in Teilen des Süd-Ostens, in denen kein Regen erwartet wird, dürfte das Phänomen zu beobachten sein: Die kleinen Staubkörner könnten sich allein durch die Schwerkraft aus den Wolken lösen und als feiner, rötlicher Film über Autos und Dächer legen.

ikr
Themen in diesem Artikel