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Saturnmond: Auf Enceladus könnte Wasser fließen

Auf dem Saturnmond Enceladus könnte es flüssiges Wasser geben - und damit die Voraussetzung für Leben. Die spektakulären Gas- und Staubschwaden des Mondes ethalten wahrscheinlich Wasserdampf, berichten US-Astronomen. Andere Forscher sind sich allerdings nicht so sicher.

Candice Hansen vom Nasa-Laboratorium in Kalifornien führt das Vorhandensein von flüssigem Wasser auf die Geschwindigkeit der mysteriösen Wolken zurück. Ihr Team analysierte Daten, die die Raumsonde "Cassini" vom Enceladus zur Erde gefunkt hatte. Demnach bewegen sich dessen Gas- und Staubschwaden mit Überschallgeschwindigkeit über die Mondoberfläche. Hansen kalkulierte einen Wert von rund 2.180 Kilometern in der Stunde. Dies ist dem Forscherteam zufolge unmöglich ohne das Vorhandensein von Flüssigkeit.

Die "Cassini"-Daten ließen zudem darauf schließen, dass es sich bei dieser Flüssigkeit um Wasser handeln könnte, wie die Forscher im Fachmagazin "Nature" berichten. Andere Wissenschaftler sind sich da nicht so sicher. Angesichts der niedrigen Temperaturen des Mondes könnten solche Geschwindigkeiten auch mit Eispartikeln erreicht werden, erklärte Andrew Ingersoll vom kalifornischen Institute of Technology. Doch niemand widerspricht der Ansicht, dass der Enceladus, einer von 60 Saturnmonden, näher auf mögliches Leben untersucht werden sollte.

AP / AP
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