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Doodle zum 115. Jubiläum: Wie die Röntgenstrahlen zu ihrem Namen kamen

Vor 115 Jahren machte Wilhelm Conrad Röntgen eine Beobachtung, die die Wissenschaft grundsätzlich veränderte: Er entdeckte die nach ihm benannte Röntgenstrahlung. Heute ehrt Google die Röntgenstrahlen und ihren Entdecker mit einem Doodle auf der Startseite der Suchmaschine.

Am späten Abend des 8. November 1895 befand sich Wilhelm Conrad Röntgen im Physikalischen Institut der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Die ersten Röntgenstrahlen entdeckte er, als, „sich keine dienstbaren Geister mehr im Hause befanden“, wie er selbst sagte. Röntgen beschrieb seine Entdeckung kurz darauf in dem Artikel „Über eine neue Art von Strahlen“. Durch diese Veröffentlichung wurde er zum Erfinder der Röntgenstrahlung. Denn auch wenn heute bewiesen ist, dass andere Wissenschaftler bereits vor ihm diese Art der Strahlen erzeugt hatten, war er der erste, der seine Beobachtungen veröffentlichte.

Röntgen selbst wusste nichts von den Experimenten seiner Kollegen, als er 1895 die von ihm als „X-Strahlen“ bezeichnete Strahlung bei Versuchen mit der Kathodenstrahlröhre entdeckte. Zu Röntgens Berühmtheit hat sicherlich auch die Röntgenaufnahme einer Hand seiner Frau beigetragen, die er in seiner ersten Veröffentlichung zur Röntgenstrahlung abbildete.

Im Jahr 1901 erhielt Röntgen für seine Erkenntnisse den Physik-Nobelpreis. Seit 1896 setzte sich die Bezeichnung Röntgenstrahlen in Deutschland und weiteren europäischen Ländern durch. In anderen Sprachräumen, wie zum Bespiel im Englischen („x-rays“), ist der alte Name geblieben.

Heute ermöglichen Röntgenstrahlen, den menschlichen Körper zu durchleuchten und so Knochen oder auch innere Organe sichtbar zu machen.

vim