Frühgeburt Amalia hat überlebt - mit 284 Gramm


Kaum größer als ein Füllfederhalter war Amalia, als sie zur Welt kam: Nur 284 Gramm wog das Mini-Baby, wurde viereinhalb Monate zu früh geboren. Doch Amalias Stärke verblüffte die Ärzte - nun wird sie aus dem Krankenhaus entlassen.

Für die Ärzte grenzt es an ein Wunder: Ein Baby, das rund viereinhalb Monate zu früh auf die Welt kam und bei seiner Geburt am 24. Oktober nur 284 Gramm wog, kann nun aus dem Krankenhaus entlassen werden. Wahrscheinlich werde die kleine Amillia keine bleibenden Schäden davontragen, teilten die behandelnden Mediziner mit.

Es sei ihrer Kenntnis nach das erste Mal, dass ein Frühchen überlebt habe, das vor der 23. Schwangerschaftswoche geboren wurde. "Wir waren nicht allzu optimistisch, aber sie hat uns alle Lügen gestraft", sagte der Arzt William Smalling, der sich in den vergangenen Monaten am Baptist Children's Hospital in Miami um Amillia gekümmert hatte.

Sauerstoff-Flasche im Kinderbett

Das Baby, das bei der Geburt lediglich 24 Zentimeter groß war, hatte nach Auskunft der Ärzte mit Atemproblemen, einer leichten Gehirnblutung und Verdauungsstörungen zu kämpfen. Langfristig seien aber keine Probleme zu erwarten. "Ihre Prognose ist exzellent", sagte Paul Fassbach, der Amillia seit ihrem zweiten Lebenstag behandelt hat. Auch nach ihrer Entlassung aus der Kinderklinik soll Amillia weiter zusätzlich Sauerstoff erhalten, und ein Gerät soll ihre Atmung überwachen. "Sie kann in einem normalen Kinderbett liegen, sie wird normal gefüttert, sie erhält all ihre Nahrung aus der Flasche", sagte Smalling.

Amillia wurde durch künstliche Befruchtung gezeugt, weshalb sich die Dauer der Schwangerschaft auf den Tag genau bestimmen ließ. Sie kam nach 21 Wochen und sechs Tagen im Mutterleib per Kaiserschnitt auf die Welt. Mittlerweile ist sie rund 65 Zentimeter groß und wiegt etwa zwei Kilogramm.

Matt Sedensky/AP AP

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