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Hintergrund: Die vier Naturkräfte

So vielgestaltig und bunt sich das Universum um uns herum auch zeigt - Physiker unterscheiden darin nur vier fundamentale Kräfte.

Die vier Kräfte bilden gemeinsam das Standardmodell der Teilchenphysik. Darin vereint sind die Gravitation, die elektromagnetische Kraft, die Starke Kraft sowie die Schwache Kraft.

Die

GRAVITATION

ist die offensichtlichste dieser vier Kräfte. Die Anziehung lässt Äpfel zu Boden fallen und bestimmt die Bahn der Planeten. Aber so hart der Aufschlag eines abstürzenden Gegenstandes auch scheinen mag - innerhalb der vier Kräfte ist die Gravitation die schwächste. Sie reicht aber aus, um das Universum zusammenzuhalten.

Die

ELEKTROMAGNETISCHE KRAFT

ist für viele alltägliche Phänomene verantwortlich. Sie sorgt für die Bindung der negativ geladenen Elektronenhülle an den positiven Atomkern. Magnetismus, Licht, chemische Reaktionen und die gesamte Elektronik gehen auf die elektromagnetische Kraft zurück. Dank ihr stehen zum Beispiel geladene Haare zu Berge.

Dritte im Bunde ist die

SCHWACHE KRAFT

. Diese ist für eine Art des radioaktiven Zerfalls (beta-Zerfall) verantwortlich. Die Schwache Kraft hat eine nur äußerst geringe Reichweite. Diese ist kleiner als der Radius eines Atomkerns. Für den Menschen ist diese Kraft nicht direkt zu erkennen.

Komplettiert wird das Standardmodell durch die

STARKE KRAFT

, für deren Deutung nun der Physik-Nobelpreis vergeben wird. Sie sorgt für den Zusammenhalt jener Elementarteilchen, aus denen die Natur die Protonen und Neutronen im Kern der Atome aufbaut. Jeweils drei dieser Quarks bilden ein Proton oder ein Neutron. Die Starke Kraft hält die Welt im Innersten zusammen. Quarks gelten als unteilbar, sie bestehen "nur aus sich selbst".

Zurzeit bemüht sich die Physik, für diese vier elementaren Kräfte eine gemeinsame Ursache zu finden. Dieses wäre die so genannte Weltformel, eine "Theorie, die alles erklärt".

DPA / DPA
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