Neue Studie Schon Sechsjährige können wissenschaftlich denken. Warum eine frühe Förderung wichtig ist

Ein Mädchen und ein Junge führen eine Experiment durch
In einer neuen Studie zum wissenschaftlichen Denken im Kindesalter ergab sich, dass bereits 6-jährige Hypothesen aufstellen und sie anhand von Experimenten überprüfen können – unabhängig vom Geschlecht
© Getty Images
Christopher Osterhaus führte gemeinsam mit Kollegin Susanne Koerber die bisher umfassendste Studie zum wissenschaftlichen Denken im Kindesalter durch. Die Ergebnisse verblüffen: Schon junge Kinder können wissenschaftlich denken. Das Geschlecht hat dabei keinen Einfluss – jedoch das Elternhaus.
Moritz Florian

Herr Osterhaus, schon Sechsjährige können wissenschaftlich denken. Das haben Sie in einer der bisher umfassendsten Studie mit Kita- und Grundschulkindern herausgefunden. Was heißt wissenschaftliches Denken bei so jungen Kindern? 
Bereits junge Kinder haben ein grundlegendes Verständnis davon, was es heißt, eigene Hypothesen, also Annahmen, zu testen. Die Tests, die wir gemacht haben, kann man sich so vorstellen: Den Kindern wird beispielsweise eine kleine Geschichte erzählt, wo jemand etwas herausfinden möchte. Die Kinder beurteilen dann, was ein gutes Experiment wäre, um diese Frage zu untersuchen und die Annahme zu überprüfen.  

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