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Blutsauger Zeckenbiss erkennen: Diese Indizien sprechen für einen Stich der Spinnentiere

Zecken beißen nicht, sie stechen zu
Die meisten Zeckenbisse bleiben oft unbemerkt, wenn Sie nicht danach suchen
© ArtBoyMB / Getty Images
Zwischen März und November haben Zecken Hochkonjunktur: Sie lauern im Gras, verstecken sich in Gebüschen und warten an Wald- und Bachrändern auf ihren nächsten Wirt. Einmal zugestochen, saugen sie dem Träger das Blut aus – und das meist unbemerkt.

Das Wichtigste zuerst: Zecken beißen nicht, sondern stechen. Von einem Biss ist nur dann die Rede, wenn Ihre Haut durch die sich aufeinander bewegenden Mundwerkzeuge eines Insektes verletzt wird. Die Spinntiere haben jedoch einen Stechrüssel, den sie in die Haut ihres Wirtes schieben – daher lautet die korrekte Bezeichnung eigentlich Zeckenstich. Doch zurück zum Thema: Das Tückische an einer Attacke der Blutsauger ist, dass diese schmerzfrei verläuft. Denn der Speichel von Zecken hat eine betäubende Wirkung auf die Haut von Mensch und Tier. Noch schlimmer ist jedoch die Tatsache, dass die Parasiten gefährliche Krankheiten wie FSME oder Borreliose übertragen. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich nach jedem Wald- und Wiesenspaziergang auf einen Zeckenbiss untersuchen. Was Sie dabei beachten müssen, erfahren Sie hier.

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So erkennen Sie einen Zeckenstich

Dass Zeckenstiche in vielen Fällen anfangs übersehen werden, liegt mitunter daran, dass die Spinnentiere feuchte und warme Körperregionen bevorzugen: wie zum Beispiel Kniekehlen und Hautfalten. Aber auch zwischen den Fingern oder Zehen und hinter den Ohren sind beliebte Stellen. Und sogar der Intimbereich steht auf ihrem Speiseplan. Also alles versteckte Bereiche, die uns nicht sofort ins Auge fallen. Aus diesem Grund ist es nach jedem Ausflug im Grünen ratsam, den gesamten Körper zu untersuchen. Das gilt für Erwachsene genauso wie für Kinder – und Hunde. Wobei Sie Ihr Haustier schon im Vorfeld schützen können, indem Sie ihm Schwarzkümmelöl gegen Zecken verabreichen. Es wirkt erwiesenermaßen abschreckend auf die Spinnentiere. Für Menschen hingegen gibt es beispielsweise spezielle Insektenschutzsprays oder Kokosöl gegen Zecken.

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Anfangs sind Zecken nur wenige Millimeter groß und daher eher schwer zu erkennen – es sei denn, sie erwischen eine auf frischer Tat, während diese auf Ihrer Kleidung oder Ihrem Körper noch auf der Suche nach einem geeigneten Versteck ist. Denn tatsächlich suchen sich die Parasiten bewusst Regionen aus, von denen sie glauben, dort nicht so schnell gefunden und entfernt zu werden. Haben Sie jedoch schon zugebissen, beginnen sie sich mit der Zeit vollzusaugen. Und das sieht man auch: Schon nach wenigen Tagen haben Zecken an Volumen zugenommen, sodass sie kaum noch zu übersehen sind. Sobald Sie eine Zecke auf Ihrem Körper entdeckt haben, muss diese so schnell wie möglich entfernt werden – zum Beispiel mit einer spezielle Pinzette oder Zeckenkarte. Denn je länger der Blutsauger an Ihnen haften bleibt, desto größer ist die Gefahr, dass Krankheiten übertragen werden.

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So entfernen Sie eine Zecke richtig

Damit die Zecke an einem Stück aus der Haut entfernt werden kann und nicht mit dem Kopf darin stecken bleibt, gehen Sie so vor:

  1. Greifen Sie den Kopf der Zecke mit der Pinzette so, dass diese direkt auf der Haut liegt, ohne ihn zu quetschen.

  2. Halten Sie die Zecke eine Minute lang fest, manchmal lassen die Tiere von allein los und ziehen ihren Stechrüssel raus.

  3. Lässt der Parasit nicht los, ziehen Sie ihn mit der Pinzette gezielt und vorsichtig (senkrecht) aus der Haut heraus.

  4. Bekommen Sie die Zecke nicht aus der Haut gezogen, können Sie ganz behutsam daran rütteln. Aber nicht drehen!

So bewerten Sie einen Zeckenstich

Nachdem Sie die Zecke entfernt haben, wird empfohlen, die wunde Stelle zu desinfizieren – damit sich die Haut nicht entzündet. Danach gilt es in erster Linie, die Wunde aufmerksam zu beobachten: Nicht selten bildet sich ein dunkler Bluterguss um die Einstichstelle, der jedoch mit der Zeit wieder verschwindet. Beginnt die Wunde jedoch zu jucken oder aber sie ist nach ein paar Tagen kreisrund gerötet (das nennt sich Wanderröte), kann möglicherweise eine Borrelien-Infektion vorliegen. Leiden Sie nach dem Zeckenstich unter Fieber, Abgeschlagenheit, Unwohlsein, Kopf- oder Gliederschmerzen, ist das ebenfalls ein wichtiges Indiz für eine Erkrankung mit FSME-Viren. Tritt eins der genannten Symptome ein, sollten Sie so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen. Auch dann, wenn sich nach dem Entfernen der Zecke noch Teile von ihr in der Haut befinden.

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So schützen Sie sich vor einem Zeckenstich

Wenn die Temperaturen auf über zehn Grad steigen, erwachen Zecken aus einer Art Winterstarre. Aus diesem Grund sind die Spinnentiere hierzulande zwischen März und November aktiv – also vom Frühjahr bis zum Herbst. Da sie sich vorzugsweise im hohen Gras, am Waldrand als auch im Gestrüpp aufhalten, sollten Sie nach jedem Gang in die Natur (egal, ob zu Fuß oder auf dem Rad) auf einen Zeckenstich untersuchen. In welchen Gebieten sich die Spinnentiere vermehrt aufhalten, können Sie auf der Karte der FSME-Risikogebiete des Robert-Kochs-Instituts nachlesen. Damit Sie erst gar nicht gestochen werden, können Sie folgenden Schutzmaßnahmen ergreifen:

  1. Tragen Sie beim Spazierengehen oder Wandern durch Wald und Wiesen immer feste Schuhe, hohe Socken und im Idealfall auch eine lange Hose.
  2. Waschen Sie Ihre Kleidung nach dem Ausflug ins Grüne auf 60 Grad, für den Fall, dass sich eine oder mehrere Zecken in den Textilen verstecken.
  3. Schützen Sie Ihre Haut und Ihren Kopf mit einem Insektenschutzspray (kann auch auf die Kleidung gesprüht werden) oder Kokosöl gegen Zecken.
  4. Denken Sie auch an ein entsprechendes Zeckenmittel für Ihr Haustier – für Hunde im Speziellen eignet sich Schwarzkümmelöl, für Katzen leider nicht.
  5. Halten Sie Ihren Rasen wie auch Ihre Hecken im Garten schön kurz, damit Sie keine idealen Lebensbedingungen für Zecken schaffen.

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