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Missglückter Urlaub: 81-Jährige beschwert sich nach katastrophaler Reise: Es waren "zu viele Spanier" in Spanien

Ein Jahr lang hatten Freda Jackson und ihre Freundin auf ihren Urlaub gespart, doch der war "von Anfang bis Ende eine Katastrophe". Nach der Rückkehr beschwerte sie sich bei dem Reiseveranstalter – über ALLES.

Der Strand von Benidorm voller Menschen

Urlaub in Benidorm ist bei Briten besonders beliebt

Getty Images

Zwei Wochen Urlaub, darauf hatten sich Freda Jackson, 81, und ihre 20 Jahre jüngere Freundin riesig gefreut. Ein Jahr lang hatten sie von ihrer Rente auf die Reise gespart, knapp 1300 Euro mussten sie berappen. Im Mai war es dann so weit: Aus dem Westen des Vereinigten Königreichs ging es an die Ostküste Spaniens, nach Benidorm. Die Damen hatten über den Reiseveranstalter Thomas Cook gebucht und der war es auch, der nach der Rückkehr der beiden einen Beschwerdebrief erhielt, weil die Reise eine bittere Enttäusching war. Jackson habe nach den zwei Wochen sogar geweint.

Benidorm hat rund 65.000 Einwohner und wächst in der Urlaubszeit auf mehr als anderthalb Millionen Menschen an, von denen die meisten Besucher aus Großbritannien anreisen. Riesige Hochhäuser säumen den Strand. Die Britinnen hatten sich für das Poseidon Playa entschieden, das der ihnen empfohlen hatte. Doch leider entsprach das Hotel so gar nicht der Vorstellung der beiden. "Ich habe mich noch nie über eine Reise beschwert", zitiert der "Lancashiere Telegraph" Jacksons Reklamationsschreiben, aber es war "von Anfang bis Ende eine Katastrophe". Thomas Cook habe sie falsch beraten und damit ihren Traumurlaub ruiniert.

Es fing mit der Abreise an und dann waren auch noch so viele Spanier da

Zunächst sei die Abreise um einen Tag verlegt worden und die beiden Damen hätten erst sechs Tage vorher zufällig davon erfahren, als sie ihre Tickets abholen wollten. Dann habe sie sich nach der Anreise beim Aussteigen aus dem Bus vom Flughafen das rechte Bein verletzt, weil sie "eine hohe Stufe" hinabsteigen musste. "Ich habe chronische Arthritis in meinem rechten Bein und werde diese Woche operiert", erklärt sie. Wegen ihrer Gehbeschwerden hätten die Damen um eine ebenerdige Unterkunft gebeten, doch das Hotel habe an einem Hang gelegen, "es waren 42 Stufen zum Pool". Das Schlimmste an der Reise seien jedoch die spanischen Urlauber gewesen, die seien ihnen "echt auf die Nerven gegangen". "An einem Abend hat ein Spanier mich beinahe umgerannt und ist dann ohne sich zu entschuldigen einfach weitergegangen", schrieb Jackson. "Das Unterhaltungsprogramm im Hotel war ausschließlich auf die Spanier ausgerichtet. Warum können die Spanier nicht woanders Urlaub machen?"

Jackson bat Thomas Cook um eine Rückerstattung ihrer Reisekosten, erhielt aber stattdessen einen Reisegutschein über 75 Britische Pfund mit den Worten, man hoffe, dass sie trotz all der Ärgernisse diese Geste des guten Willens akzeptieren würde. "Ich hoffe trotzdem, dass wir in naher Zukunft das Vergnügen ihrer Gesellschaft haben werden", hieß es in dem Antwortschreiben.

Jackson lehnte ab. Inzwischen hat Thomas Cook die Erstattung auf 566 GBP erhöht, allerdings nicht wegen der Spanier im Hotel, sondern weil die Damen nicht über den geänderten Abreisetermin informiert worden waren. Ob sie auf das Angebot eingehen werden, muss sich noch zeigen.

Elena aus Spanien
bal

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