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Frachtmaschine von KLM Stück von einer Boeing abgefallen – Holland sucht das Flugzeugteil

Eine Maschine im Landeanflug auf den Flughafen Schiphol in Amsterdam
Eine Maschine im Anflug auf den Airport Schiphol in Amsterdam. Es wird vermutet, dass ein Boeing-Frachtflugzeug in der Region um die Hauptstadt der Niederlande ein großes Stück seiner Verkleidung verloren hat.
© Koen van Weel / AFP
Es geht ja so manches verloren. In den Niederlanden ist jetzt sogar ein Stück eines Flugzeugs abhanden gekommen. Nach dem Teil einer Boeing wird jetzt offiziell gesucht.

Lustig ist es nicht gerade, wenn aus großer Höhe ein Teil einer Flugzeugverkleidung herabfällt. Aber in diesem Fall ist – zumindest bislang – nichts von etwaigen Verletzten oder Schäden bekannt. Und so bearbeitet die Niederländische Sicherheitsbehörde, das Dutch Safety Board, das sonst für die Untersuchung von Katastrophen aller Art zuständig ist, derzeit einen eher kuriosen Fall: Bei einem Frachtflug einer Boeing 747-400 F von Europa in Richtung Afrika muss Mitte Januar ein großes Teil der Flugzeugverkleidung heruntergefallen sein. Jedenfalls klaffte in der Maschine nach der Landung ein Loch.

Über welchem Ort genau sich dieser Teil der Außenhaut abgelöst hat, ist nicht bekannt und auch nicht, warum. Dies wird gerade untersucht.

Teil der Verkleidung einer Boeing 747-400F löste sich im Flug

Auf der Seite der niederländischen Behörde liest sich das Ganze eher nüchtern: "Fehlendes Verkleidungsstück" steht da neben vagen Informationen zur Maschine und zum Flug: "Boeing 747-400F, Amsterdam FIR“ . Das Foto von der Unterseite des Fliegers, auf dem ein quadratisches Loch den Blick auf ein paar Röhren preisgibt, ist da schon beeindruckender.

Am 16. Januar, so viel steht fest, muss das Verkleidungsstück von dem Flugzeug abgefallen sein. Offiziell wird nicht bestätigt, welcher Fluglinie das Missgeschick passiert ist. Mehrere Branchenblogs berichten jedoch, dass es sich um die KLM-Frachttochter Martinair handelt, deren Flug MP8561 an jenem Tag auf dem Weg von Amsterdam via Nairobi nach Johannesburg war.

Der Flug verlief offenbar ohne Zwischenfälle, erst bei der Landung in Kenias Hauptstadt wurde das Loch mehreren Medienberichten zufolge von Bodenmitarbeitern entdeckt. In Nairobi sei die Maschine dann 32 Stunden am Boden geblieben und wieder nach Amsterdam zurückgekehrt, anstatt nach Johannesburg weiterzufliegen.

Wenn in letzter Zeit jemand in Holland ein großes Objekt gefunden hat und sich überhaupt nicht erklären konnte, was das sein könnte: Mit der offiziellen Suche des Flugzeugteils durch das Dutch Safety Board ist dieses Rätsel ja jetzt vielleicht gelöst. Nicht bekannt ist allerdings, ob sich bisher ein Finder gemeldet hat.

Sicher scheint jedoch, dass das Teil noch in den Niederlanden vom Himmel gefallen ist, möglicherweise sogar noch beim Steigflug über Amsterdam. So zumindest heißt es in mehreren Berichten von Branchenblogs über den Vorfall.

Flugzeugteile fallen gar nicht so selten vom Himmel

So spektakulär diese Begebenheit klingt – offenbar ist es gar nicht so selten, dass Teile von Flugzeugen vom Himmel fallen, oft sind es allerdings kleinere als das aktuelle Objekt in den Niederlanden. Die "Süddeutsche Zeitung“ berichtete 2018 beispielsweise von 57 Fällen binnen zehn Jahren, bei denen das Luftfahrt-Bundesamt herabfallende Teile von Passagiermaschinen registriert habe. Militärmaschinen verlieren demnach deutlich öfter Gegenstände – in jenem Zeitraum wusste das LBA von 351 Fällen. Meist gehen die Bauteile nicht über Wohngebieten zu Boden, und verletzt worden sei auch niemand. Genau wie vermutlich bei dem aktuellen Fall in den Niederlanden.

Quellen: Dutch Safety Board, "Aerotelegraph", "Simpleflying.com


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