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Suche per Facebook: Zehn Freunde wollten verreisen. Einer sagte ab. Dann sprang ein Fremder ein ...

Zehn Freunde wollten zum Feiern nach Mallorca fliegen. Doch einer sagte kurzfristig ab. Die Gruppe suchte via Facebook einen Ersatzmann mit demselben Namen. Mit Erfolg: Ein anderer Joe McGrath sprang ein.

Die Tickets für den Ryanair-Flug vom englischen Bristol nach Palma de Mallorca hatten die zehn Männer bereits gebucht. Auf der Baleareninsel wollten die Jungs den 30. Geburtstag ihres Kumpels Nathan gebührend feiern. Doch dann musste einer von ihnen in letzter Minuten absagen. Sein Name: Joe McGrath.

Was tun? Das Ticket einfach verfallen lassen, wäre zu schade gewesen. Dann wäre Platz 19E im Flieger frei geblieben. Oder sollten sie einen weiteren Freund fragen und mitnehmen? Doch dafür müsste der Name im Ticket umgeschrieben werden. Aber für eine Namensänderung vor dem Abflug verlangt der irische Billigflieger eine Gebühr von 110 Euro. Am Flughafen schlägt der Vorgang mit immerhin 160 Euro zu Buche - ein Vielfaches des Ticketpreises.

Für lau nach Mallorca fliegen

Daher kamen die Mallorca-Reisenden auf eine geniale Idee: Eine Person mit dem identischen Namen könnte für den Flug am 5. April einspringen. So suchten sie auf Facebook einen anderen Joe McGrath, verbunden mit einer Einladung zu einem kostenlosen Mallorca-Trip: "Hallo Joe, würdest du in einen Urlaub mit einer Gruppe von neun Fremden mitkommen, wenn sie schon Flüge für dich und ein All-inclusive-Hotel gebucht haben?"

Schließlich antwortete einer von 15 angeschriebenen Joe McGrath. Der 21-Jährige aus Manchester glaubte zunächst an einen Witz. Doch nach einigen Chats, die sich über mehrere Tage hinzogen, "hielt ich das für ein glaubwürdiges Angebot für eine kostenlose Reise. Ich beschloss es zu wagen und fuhr am Samstag nach Bristol", sagte Joe der "BBC".

Und wie haben sich die zehn verstanden? Der neue Joe McGrath wurde voll integriert, wie Bilder auf Facebook zeigen. Er selbst äußerte sich nach dem dreitägigen Trip und sprach von "einer absolut netten Gruppe". Er plant bereits einen zweiten Besuch in Bristol und möchte die neuen Freunde zu sich nach Manchester einladen - als Dankeschön.

Ob er den Joe McGrath, der nicht mitreisen konnte, auch treffen wird, wurde er gefragt. "Ich glaube, früher oder später werden sich unsere Wege kreuzen", antwortete Joe aus Manchester. "Das wird ein magischer Augenblick werden."

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tib

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