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Perfekter Kurztrip: Entspann dich, komm runter, besuche die Insel Fanø

Allein bei dem Gedanken: "Ich fahre nach Fanø", komme ich runter. Denn die Insel an der dänischen Nordsee bedeutet Entschleunigung. Es geht schon damit los, dass man nur per Fähre von der Hafenstadt Esbjerg auf die Insel kommt.

Von Catrin Boldebuck

Drachensteigen im Nordseewind auf Fanø

Drachensteigen im Nordseewind auf Fanø

Die Entfernung ist kurz: Nur gut zehn Minuten dauert die Fahrt mit der Fähre. Ich glaube, die Insulaner wollen keine Brücke, über die jeder einfach mal so auf ihre Insel fahren könnte. Und genauso möchte ich es haben. Hier ist es "hyggelig", was so viel heißt wie gemütlich.

Fanø ist übersichtlich: gerade mal 15 Kilometer lang und fünf Kilometer breit. Aber der Strand auf der Westseite ist gigantisch: fast weiß und richtig weit. Ideal für ausgedehnte Spaziergänge.

Unglaublich, wie viele Varianten von Blautönen Meer und Himmel bereithalten. Man kann Naturführungen im Watt machen oder an einer Austern-Safari teilnehmen. Die Austern wurden durch die Schiffahrt eingeschleppt und konnten sich dank der Erwärmung des Meeres ausbreiten.

Mein Lieblingsort ist Sønderho. Hier bauten sich reiche Kapitäne rot und gelb getünchte Häuser, in denen ihre Frauen auf sie warteten. Ende des 19. Jahrhunderts war die Handelsflotte Fanøs die zweitgrößte in Dänemark, nur Kopenhagens war bedeutender. In "Hannes Hus" kann man sich anschauen wie die Insulaner gelebt haben.

Am besten schlendert man mit einem Vanille-Softeis mit "Lakrids-Drys" (Lackritzstreusel – doch das schmeckt, aber nur in Dänemark!) durch das Dorf mit 262 Einwohnern. In vielen Fenstern stehen noch heute zwei Porzellan-Hunde. Die brachten die dänischen Seeleute ihrer Liebsten aus England mit. War er auf See schaute das Hundepaar zum Fenster hinaus. Sobald der Mann zu Hause war, wurden sie umgedreht.

Drachenfestival: Jedes Jahr im Juni findet auf Fanø das größte internationale Kiteflyer-Meeting der Welt statt. Tausende von bunten Drachen schweben dann über dem Strand. In diesem Jahr (15.-18. Juni) kommen 24 japanische Drachenkünstler zu dem Treffen, www.kitefliersmeetingfanoe.de

Sønderho Kro: Ein Kro ist ein altes dänisches Gasthaus. Der in Sønderho auf Fanø zählt zu den schönsten in ganz Dänemark. Nicht wirklich preiswert sind die raffinierten Menüs (abends zwei Gänge ab 440 Kronen, knapp 60 Euro), aber Kaffee mit Kuchen im Bauerngarten kann sich jeder leisten, www.sonderhokro.dk

Übernachten: Ein dänisches Ferienhuas in den Dünen. Oder ein schönes Bed & Breakfast in Nordby im roten Kapitänshaus von 1892: Mollesti Bed & Breakfast (ab 450 Kronen pro Nacht, ca. 61 Euro), www.mollesti.dk

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.