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Rastplatz in Slowenien: Flixbus-Fahrer fährt nach Raucherpause ohne fünf Passagiere weiter

Auf der Fahrt von Österreich nach Kroatien hat ein Flixbus-Fahrer fünf Fahrgäste auf einem Rastplatz zurückgelassen. In einem weiteren Fall blieb eine Münchnerin in Prag stecken.

Flixbus

Einige Reisende kamen mit dem Flixbus nicht ans Ziel (Symbolbild)

DPA

Für fünf Passagiere der Flixbus-Fahrt von Wien in die kroatische Stadt Crikvenica endete die Reise auf halber Strecke, berichtet die österreichische Zeitung "Kronen-Zeitung". Eine betroffene Frau sagte dem Boulevardblatt, dass der Busfahrer nach einer Raucherpause ohne fünf Fahrgäste weitergefahren sei. 

"Der Fahrer sagte: 'Fünf Minuten Pause.' Alle hielten sich in Sichtweite auf", erzählte die 75-jährige Frau der "Kronen-Zeitung". "Kurz darauf fuhr das Bus ohne Vorwarnung ab." Nach Angaben der Frau blieb auch ihr Gepäck inklusive Handy, Geld und Pass im Bus zurück. Der Vorfall ereignete sich am Samstag.

Zu Fuß zurück über die Grenze

Das Unternehmen stärkte seinem Fahrer den Rücken. Man könne digital komplett nachvollziehen, wie lange die Standzeiten der Busse an bestimmten Orten waren. Der Fahrer habe nach den vereinbarten fünf Minuten die Fahrt fortgesetzt, die Gäste, die an dem Rastplatz zurückblieben, seien nicht rechtzeitig zum Bus zurückgekehrt. "Das Verhalten des Busfahrers war komplett richtig", sagte ein Flixbus-Sprecher dem stern.

Die auf dem Rastplatz nahe der österreichisch-slowenischenen Grenze verbliebenen Fahrgäste hatten zwar noch versucht, über die Hotline des Busunternehmens den Bus zu stoppen. Letztendlich mussten sie aber zu Fuß die Grenze nach Österreich überqueren, um dort einen Transport zurück nach Wien zu finden. Gegenüber der "Kronen-Zeitung" beziffert die Betroffene den Schaden auf 1000 Euro.

Auch auf der Reise von Warschau nach München konnte eine Familie in dieser Woche die Fahrt nicht bis zum Ziel fortsetzen. Wie der "Merkur" berichtet, wurde einer 72-jährigen Frau, die mit ihren beiden Enkeln unterwegs war, auf der Fahrt der Pass gestohlen. Weil sie sich nicht ausweisen konnte, habe sich der Busfahrer beim Umstieg in Prag geweigert, sie einsteigen zu lassen, sagte die Frau der Münchner Zeitung. Schließlich musste die Seniorin mit ihren Enkeln auf einer Polizeiwache übernachten, da sie ohne Ausweispapiere auch kein Hotelzimmer buchen konnte. Nach Hause kam sie schließlich mit dem Zug, nachdem sie vom Konsulat in Tschechien neue Papiere bekommen hatte.

Quellen: "Kronen-Zeitung" / "heute.at" / "Merkur"

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