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Ryanair lässt rund 2000 Flüge ausfallen - weil zu viele Piloten im Urlaub sind

Riesen-Ärger bei Ryanair: Wegen personeller Engpässe streicht die Billig-Fluglinie bis Ende Oktober täglich 40 bis 50 Flüge. Mit diesem Schritt will die Airline ihre Pünktlichkeitsstatistik verbessern.

Ryanair hat Probleme mit der Personalplanung

Ryanair hat Probleme mit der Personalplanung

Zur Urlaubszeit im Sommer herrscht bei den Airlines Hochbetrieb. Auch die Fluglinie hat nach eigenen Angaben im Juli und August auf einem Rekordlevel gearbeitet. Dabei hat sich beim Personal offenbar Einiges an nicht genommenem Urlaub aufgestaut.  Denn nun, wo die Hauptreisezeit vorbei ist, sind so viele Piloten und Kabinencrews in Urlaub gegangen, dass Ryanair seinen regulären Flugplan nicht aufrechterhalten kann.

In den kommenden sechs Wochen streicht die Airline täglich 40 bis 50 Flüge, also insgesamt 1680 bis 2100, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Ryanair argumentiert, dies sei nötig, um die Pünktlichkeit der übrigen Maschinen vor Inkrafttreten des Winter-Flugplans Anfang November zu verbessern.   

Ryanair-Sprecher Robin Kiely erklärte, wegen einer Häufung der von Piloten und Kabinenpersonal sowie wegen Kapazitätsengpässen bei der Flugkontrolle und Streiks in Frankreich sei die Pünktlichkeit bei den Flügen in den vergangenen zwei Wochen auf unter 80 Prozent gesunken. 


Ryanair will "Jahresziel wieder herstellen"

Durch die Flugstreichungen könne Ryanair die "Belastbarkeit unserer Flugpläne verbessern und die Pünktlichkeit auf unser Jahresziel von 90 Prozent wiederherstellen". Betroffen seien weniger als zwei Prozent der Ryanair-Verbindungen. Ryanair entschuldige sich "aufrichtig bei der geringen Zahl von betroffenen Passagieren" und werde sein Möglichstes tun, um sie umzubuchen oder zu entschädigen, sagte der Sprecher.

Viele Passagiere reagierten empört. Der Twitter-Feed von Ryanair quoll am Freitag über mit Kommentaren entnervter Fluggäste, deren Flüge gestrichen worden waren. Viele beschwerten sich, dass sie vorher nicht rechtzeitig informiert worden waren. 

 

Ryanair fliegt auch mehrere Ziele in Deutschland an. Aus dem Bieterkampf um die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin hatte sich das irische Unternehmen Ende August zurückgezogen. Wirtschaftlich steht Ryanair derzeit gut da: Sein zweites Quartal von April bis Ende Juni schloss der Billigflieger mit einem Nettogewinn von 397 Millionen Euro ab.

Daniel Bakir mit AFP
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