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Skisaison 2006/2007: Keine Abfahrt mit Schnee von gestern

Deutsche Skifans sehnen sich nach Schnee. Die weiße Pracht ist derzeit Mangelware. stern.de verrät, wo Wintersportler trotzdem ins kalte Vergnügen starten können.

Von Monique Berends

Dank eines ungewöhnlich warmen Herbstes und eines sehr milden Starts in den Winter wurde die diesjährige Skisaison mit Kanonenschüssen eingeläutet. Dort, wo nichts fällt, muss eben technisch nachgeholfen werden. Doch an vielen Orten konnten die künstlich erzeugten Schneeflocken die Grasnarbe gerade mal bedecken. Meterhoher Pulverschnee mit Talabfahrt? Fehlanzeige. In Deutschland sieht es eher mager aus. In den Harzer Skigebieten wie Clausthal-Zellerfeld, Buntenbock und Altenau liegen die Temperaturen deutlich über Null, statt Schnee gibt es Sprühregen en masse.

Und auch dem Sauerland, das vor allem bei Nordlichtern und Niederländern beliebt ist, ergeht es nicht besser. Wegen der eher geringen Höhe liegt am Kahlen Asten, in Winterberg und Willingen immer noch null Zentimeter Schnee, dafür warten dort die Beschneiungsanlagen auf ihren Einsatz. Darauf will man in Oberstdorf noch verzichten. Der beliebte Wintersportort, vor allem durch hochrangige Biathlonwettkämpfe und die reichlich frequentierte Skischanze bekannt, hat seinen Saisonstart aufgrund mangelnden Schnees um eine Woche auf den 21. Dezember verschoben. Sollte es dann immer noch nicht geschneit haben, erwägt man auch hier, Schneekanonen einzusetzen.

Deutschlands brauner Schnee? - Nee!

Schnee in Deutschland? Darüber kann sich nur die Zugspitze freuen. Das Gletschergebiet kann sogar dann mit Tiefschnee rechnen, wenn in anderen Regionen grauer Regen fällt. Allerdings können die knapp 15 Pistenkilometer das Skibedürfnis kaum befriedigen, erfahrene Alpinisten suchen ihre Herausforderungen deshalb in großen Skigebieten wie dem schweizerischen Engadin oder Les Trois Vallées in Frankreich.

Im Engadin/St. Moritz ist der letzte Schnee 10. Dezember gefallen.Momentan kann sich der Gipfel mit 80 Zentimetern Schnee einigermaßen sehen lassen. Doch längst nicht alle Pisten sind geöffnet und an eine Talabfahrt ins noble St. Moritz ist gar nicht zu denken. In Saas Fee, dem Lieblingstreffpunkt jugendlicher Skihasen, haben nur 13 von insgesamt 36 Pisten geöffnet - und das trotz 162 Zentimeter Schnee, die auf dem Gipfel liegen. Auch das beliebte Wintersportziel Davos in den Schweizer Alpen kann momentan nur 25 Kilometer Pisten freigeben. Eine herbe Enttäuschung, wenn man bedenkt, dass das Gebiet mit 305 Kilometer aufwarten kann. Da sieht es in Zermatt schon ganz anders aus. Mit etwa 2,50 Metern Schnee auf einer Höhe von 3820 Metern kann man sogar ins italienische Breuil-Cervinia abfahren.

Auch Italien wartet auf die weiße Pracht

In Breuil-Cervinia liegt der Schnee 140 Zentimeter hoch - allerdings auch nur auf der Spitze in knapp 3500 Metern Höhe. Der letzte Schnee fiel dort am 8. Dezember, bei minus drei Grad Celsius sind die Skibedingungen eigentlich optimal. Die Dolomiten mit den Orten Madonna di Campiglio und Alta Badia starten dagegen etwas zögerlich in die Saison. Die Liftkapazitäten von jeweils 31.000 und 78.000 Personen pro Stunde werden bei weitem noch nicht ausgenutzt - kein Wunder wenn in Alta Badia wegen Schneemangels nur 25 von 130 und in Madonna di Campiglio sogar nur elf von 150 Pistenkilometern geöffnet sind. In Cortina d'Ampezzo, dem Austragungsort der ersten olympischen Winterspiele, kommen Skifahrer zumindest einigermaßen auf ihre Kosten. Auf etwa 3000 Metern Höhe liegen 70 Zentimeter Schnee, der bei Temperaturen um minus fünf Grad Celsius so schnell nicht schmilzt. Hier sind immerhin 22 Pistenkilometer für die Abfahrt freigegeben. Snowboarder gucken allerdings in die Röhre - wer auf Halfpipes und Kicker steht, muss noch etwas warten, der Funpark wurde noch nicht geöffnet.

In den Haute Savoyer Alpen sieht es nicht viel besser aus. Das Riesengebiet Les Trois Vallées mit den Orten Les Menuires, Saint Martin de Belleville, Méribel, La Tania, Courchevel und Val Thorens wartet sehnsüchtig darauf, die weltweit unerreichten 600 Pistenkilometer zu öffnen. Doch solange der Himmel nicht mehr hergibt als die mickrigen 50 Zentimeter Schnee, die in Val Thorens liegen, wird das nichts mit der Skiparade. Der Schnee ist eher hart, obwohl der Ort doch für seinen Pulverschnee bekannt ist.

In L'Alpe d'Huez wedeln die Skifahrer auf 16 von insgesamt 123 Pisten herunter statt, wie im Sommer bei der Tour de France, die Waden beim Anstieg zu versäuern. Das paradiesische Skigebiet "Paradiski", bestehend aus La Plagne und Les Arcs wird zwar erst am 23. Dezember geöffnet, doch auf 11 Kilometern Abfahrt kann man in La Plagne 40 Zentimeter weißen Niederschlags schon einmal ausnutzen. Auch im Grand Massif, das die Orte Flaine. Les Carroz, Samoens, Morillons und Sixt Fer-à-Cheval umfasst, wird man sich noch etwas gedulden müssen. Ab dem 16. Dezember hofft man insgesamt 265 Pistenkilometer freigeben zu können.

Auf dem Gletscher schmilzt man dahin

Wenn man wirklich Skifahren will, muss man sich momentan noch einen Gletscher suchen. Glücklicherweise gibt es davon in Österreich genug. Auf dem Mölltaler Gletscher sind 47 von knapp 60 Kilometern Piste geöffnet, auf dem Hintertuxer Gletscher sogar 53. Hier kann man seine Spuren im Pulverschnee hinterlassen - 130 Zentimeter laden auf dem Gipfel zum Carven und Freeriden ein. Der Pitztaler Gletscher hat zwar nicht die meisten Pistenkilometer, dafür ist der Schnee superb - bis zu 140 Zentimeter warten auf knapp 3400 Metern Höhe darauf, befahren zu werden. Die Party-Orte Sölden und Stubaital (Stubaier Gletscher) können immerhin mit jeweils 80 und 100 Zentimeter Schnee und 61 beziehungsweise 40 Pistenkilometern aufwarten. Und wenn es zum Skifahren nicht reicht, geht's halt ab in die Hütt'n, denn Après Ski geht immer. Das denken sich auch die Wintersportler in St. Anton am Arlberg. 265 Kilometer Abfahrt locken jährlich tausende von Touristen hierher, doch die am 9. Dezember gefallenen 15 Zentimeter Schnee mussten durch Kunstschnee aufgestockt werden, sonst wären auch die freigegebenen 24 Pistenkilometer unbefahrbar.

Doch es gibt auch gute Nachrichten - zumindest die östlichen und nördlichen Alpen können sich freuen. Zum Wochenende hin werden Niederschläge erwartet, die in den Tälern zunächst als Regen auf die Erde kommen, später wird es aber auch dort schneien. Oberhalb von 2500 Metern gibt es ganz bestimmt eine neue Ladung Schnee, der sogar bleibt. Die Temperaturen bleiben bis Sonntag noch knapp über Null, danach wird bis zur Wochenmitte Dauerfrost erwartet. Die Skier können also gewachst werden, damit sie bereit sind für die nächste Abfahrt.

Der Schnee lässt in diesem Jahr zwar etwas auf sich warten, doch wie heißt es so schön - der nächste Winter kommt bestimmt. Und mit ihm die weißen Flocken, denn ohne die geht im Skizirkus nun einmal nichts.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(