VG-Wort Pixel

Monster-Wellen in Zeitlupe Auge in Auge mit der Kraft der Natur


An der US-Küste donnern meterhohe Wellen an Land. Ein mutiger Mann stellt sich ihnen - mit der Kamera. Heraus kommen spektakulär Bilder in Slow-Motion.

Ostersonntag, im April 2014. Ben Canales steht auf einem Felsen im Shore Arces State Parc an der Pazifikküste von Oregon, scheint die Aussicht auf die raue See zu genießen. Plötzlich prallt eine Welle mit voller Wucht gegen den Felsen, die Gischt spritzt meterhoch. Doch Canales bleibt stehen. Und hebt die Arme. Es sieht so aus, als würde er der Monster-Welle zujubeln.

Ben Canales ist der Held in seinem eigenen Zeitraffer-Film. Sein Partner John Waller filmt das Naturschauspiel mit 240 Bildern pro Sekunde. Mit Hilfe der hochauflösenden Aufnahmen und der Zeitlupe entsteht ein spektakuläres Video über einen Menschen, der sich gnadenlos der Natur ausliefert. "Es war unglaublich dort zu stehen und die Wellen zu beobachten", schreibt Canales auf seiner Facebookseite. "Alle fünf Minuten explodierten die großen Wellen vor mir. Man kann das Grollen im Fels spüren, es ist unglaublich."

Wirklich lebensgefährlich seien die Dreharbeiten in den rund sechs Meter hohen Wellen nicht gewesen, sagt Canales. Sein Partner und er hätten zuvor stundenlang die Wellen beobachtet und festgestellt, dass sie in regelmäßigen Mustern mit solcher Kraft auf den Felsen treffen würden. Als die Ebbe einsetzte, stellte sich Canales genau auf den Punkt auf den Steinen, der zuvor 45 Minuten lang nicht von einer einzigen Welle berührt worden war. "Wenn ihr Selfies machen wollt, geht nur dorthin, wo lange genug keine Welle war", warnt er deshalb auch potenzielle Nachahmer.

Weitere Clips und Infos gibt es auf der Facebookseite der Produktionsfirma Uncage the Soul Productions.

kbl

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker