Von Sasakwa zu den Mahale Mountains Ausgeruht über Affenbrotbäume


In Sasakwa konnten wir ein wenig entspannen und unseren Helikopter warten. Doch lange hält es uns nicht an einem Ort. Wir fliegen über eine Landschaft aus Affenbrotbäumen - den Schimpansen entgegen.

Die Pause hat gut getan. In Sasakwa haben wir drei Tage lang ein wenig entspannt und alles auf Vordermann gebracht. Auch der Helikopter hat einen sorgfältigen Check-up durchlaufen. Unser Techniker Franco hat fast sechs Stunden lang alles geschmiert und überprüft, was an einem Helikopter anfangen kann zu wackeln oder kaputt zu gehen.

Zum Glück hat sich unser Helikopter bisher als wahnsinnig zuverlässig und als überhaupt nicht störanfällig erwiesen! Dreimal auf Holz geklopft, Toi, Toi, Toi... Und die 100-Stunden-Inspektion ist auch demnächst fällig. Dann braucht Franco noch einmal zwei bis drei Tage zur vorbeugenden Wartung.

Windig und turbulent

Aber an einem der Tage mussten wir doch noch einmal los. Zu groß war der Drang, den Helikopter mit dem Krater vom El Donyo L'engai und über dem Lake Natron zu fotografieren. Und so sind wir mit dem Helikopter und der Cessna Caravan am späten Nachmittag aufgebrochen, um das beste Licht zu erwischen.

Fast zweieinhalb Stunden lang sind wir über dem Krater und über dem See hin und her geflogen. Nicht immer ganz einfach, da Helikopter und Flugzeug sehr unterschiedlich manövrierbar sind. Ich saß hinten in der Cessna Caravan und habe mit Anweisungen über Kopfhörer an unseren Piloten Andrea versucht, den Helikopter ins "richtige Licht zu setzen", um ihn vom Flugzeug aus mit geöffneter Ladeluke zu fotografieren.

Andrea hat dann per Funk mit Roberto gesprochen. Ich auf Englisch mit Andrea und die beiden auf Italienisch. Und sehr windig und turbulent war es auch. So klappte nicht immer alles auf Anhieb, aber am Ende haben wir ein paar schöne Fotos bekommen.

Bootsfahrt als gute Einstimmung

Ausgeruht ging es dann weiter nach Mahale, um dort die Schimpansen zu sehen. Zwei Stunden Flug nach Tabora, auftanken und noch mal eineinhalb Stunden zum Mahale Mountain Nationalpark. Wann immer es ging, ließen wir die Tür des Helikopters offen und haben die Landschaft fotografiert.

Höhepunkt war für mich ein Gebiet mit vielen schön verteilten Affenbrotbäumen. Nach einer Bootsfahrt von 75 Minuten sind wir zum späten Mittagessen im Camp angekommen. Da das Camp im Park selbst liegt, durften wir dort nicht direkt mit dem Helikopter landen. Doch das machte gar nichts, denn die Bootsfahrt war eine gute Einstimmung auf unser nächstes Abenteuer.

Michael Poliza

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