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Ballack-Poker: "Ich glaube, dass er geht"

Karl-Heinz Rummenigge vom FC Bayern München hat nur noch wenig Hoffnung auf einen Verbleib von Mittelfeldstar Michael Ballack beim deutschen Rekordmeister. Die Zeichen stehen auf Trennung.

"Ich glaube, dass er geht", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bild-Zeitung zur weiter ungewissen Zukunft des Kapitäns der deutschen Nationalmannschaft. "Denn wenn man es in sechs Monaten nicht schafft, den Vertrag zu verlängern, dann schafft man es auch danach nicht."

Nach einer monatelangen Hängepartie hatte der deutsche Rekordmeister sein Vertragsangebot, das Ballack dem Vernehmen nach bis 2010 ein Gehalt von mindestens 30 Millionen Euro bescheren sollte, im November überraschend zurückgezogen. Seitdem gilt ein Wechsel des Mittelfeldspielers ins europäische Ausland mehr denn je als wahrscheinlich.

Sorgen um Schweinsteiger

In Neuzugang Julio dos Santos, der zum Jahresanfang beim FC Bayern auflaufen wird, sieht Rummenigge noch keinen Ersatz für Ballack. Zwar habe Manager Uli Hoeneß von dem Paraguayer geschwärmt. "Ein junger Südamerikaner braucht jedoch Zeit, um sich einzufinden."

Sorgen bereitet Rummenigge die Entwicklung von Nationalspieler Bastian Schweinsteiger. "Er wird zum Spielball der Interessen seines Umfeldes", kritisierte der Bayern-Vorstandschef in dem Interview weiter. "Er ist extrem belastet durch Management und den Vater. Da wird nur an Werbe-Verträge gedacht." Unter diesen "Schattenseiten" vor der Fußball-Weltmeisterschaft leide jedoch der Spieler. "Das lassen wir uns nicht gefallen. Wenn das so fortläuft, werden wir mit diesen Leuten Klartext reden", kündigte Rummenigge an.

DPA

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