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Mainz-Trainer Thomas Tuchel "Die Welt bricht nicht zusammen"


Die Enttäuschung nach der ersten Saisonniederlage war bei den Mainzern groß. Im Interview erklärt Trainer Thomas Tuchel, warum er trotzdem optimistisch in das nächste Spiel gegen Leverkusen geht und der Sturz von Tabellenplatz eins keine Tragödie ist.

Wie groß ist die Enttäuschung nach der ersten Niederlage?
Die Welt bricht nicht zusammen. Aber zeigen Sie mir einen Trainer, der nach einer Niederlage nicht enttäuscht ist. Doch es gibt keinen Grund, den Stab über die Mannschaft zu brechen. Wir waren jederzeit in der Lage, Chancen zu kreieren und zu gewinnen, aber es wollte uns nicht gelingen. So ist Fußball. Ich hätte das Ganze gerne weiter ertragen. Wenn der Zirkus jetzt nach Dortmund weiter zieht, sind wir aber auch nicht böse.

Warum funktionierte der Matchplan nicht wie gewünscht?
Die Länderspielpause hat uns geschadet. Sie hat uns Abstimmung, Automatismen und gemeinsame Abläufe gekostet. Wir haben die Positionen nicht so gehalten. Wir waren nicht so diszipliniert. Es waren einige technische Unachtsamkeiten und leichte Ballverluste dabei. Das Umschalten danach war nicht so, dass wir Konter verhindern konnten. Grundsätzlich aber hat die Mannschaft alles investiert.

Wie werden Sie im Training reagieren?
Die Analyse gehen wir in aller Ruhe an. Wir werden Kritik an den Dingen üben, die uns nicht gefallen haben. Dabei geht es nicht um das Ergebnis, sondern um die gestellten Aufgaben, die nicht erfüllt wurden. Aber wir werden auch die Dinge herausstellen, die wir gut gemacht haben. Das Spiel ist so komplex und immer wieder durch Zufälle geprägt, dass man für gute Leistungen nicht immer ein Ergebnis bekommt. Die Woche wird einen ganz normalen Ablauf haben. Da spielt es keine Rolle, ob wir gewinnen oder mal verlieren. Wir werden uns konzentriert auf Leverkusen vorbereiten und wieder konkurrenzfähig sein.

Detlef Rehling/DPA DPA

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