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Ladys-Querpass: Drei Ecken ein Tor

Bisher dachte ich immer, mein Chef sei ein seriöser Manager. Seit kurzer Zeit habe ich allerdings den Verdacht, dass er verborgene Talente hat.

VOn Tina Gallach

Wir hatten neulich ziemlich viel zu tun im Büro und ich habe die halbe Nacht gearbeitet. Mein Chef war auch länger da und unglücklicher Weise lief ein wichtiges Fußballspiel - der Fernseher steht in meinem Raum, mein Chef hat sich an den Platz meiner Kollegin gesetzt. Das war mir ehrlich gesagt ein bisschen unheimlich. Männer und Fußball, das ist ja immer so eine spezielle Geschichte. Andi zum Beispiel heult immer, wenn es besonders tragisch für seinen Verein ausgeht. Meist zwar unter Alkoholeinfluss und ich glaube nicht, dass mein Chef an dem Abend etwas getrunken hatte, trotzdem hielt ich vorsichtshalber Taschentücher und mehrere Ausreden, mit denen ich mich schnell hätte verkrümeln können, bereit. War aber überflüssig: Der Mann hatte absolut seriös alles im Blick. Ich war echt beeindruckt.

Nur einer hat den Überblick

Irgendwann herrschte totales Gewusel vorm Tor. Der Ball ging hin und her, Richtung Tor, wieder zurück, zwischen den Beinen durch, zum Gegner und wieder zurück, es war unglaublich. Mein Puls stieg - warum das passiert, ist mir übrigens rätselhaft - und ich hatte es genau im Gefühl, dass gleich ein Tor fallen würde. Gerade wollte ich mich ereifern und die Jungs auf dem Rasen kräftig anfeuern, ich hatte schon Luft geholt, das "Loooos" lag mir förmlich auf der Zunge, da sagte mein Chef knochentrocken: "Das wird nix". Und: Es wurde nichts. Wieso wusste der das? Ich meine, der Mann saß am Schreibtisch, sortierte Papiere, guckte eigentlich nur sporadisch in die Glotze und hatte den totalen Überblick. Die Männer, die sich da ums Leder drängten schienen hingegen keinen Schimmer zu haben, dass sie sich umsonst abmühten. Aber mein Chef. Da ist, glaub ich, bei der Berufswahl etwas grundlegend falsch gelaufen. Oder mein Chef hat telepathische Kräfte. Oder er ist die Reinkarnation eines brasilianischen Fußballgottes. Und jetzt sitzt er hier im Büro, kann nicht aus seiner Haut und ist vielleicht total verzweifelt über die mangelnden Fähigkeiten seiner fußballerischen Nachkommen. Weil er in seinen Unterlagen Auftragsnummer 57GE8IX suchen muss, statt selbst göttergleich den Ball übers Feld zu schieben.

Ordentlich Action auf dem Platz

Ich werde das im Auge behalten. Vielleicht kann ich ihn mal unauffällig in ein Gespräch verwickeln und das herausfinden. Nach dieser Situation habe ich das Spiel nur noch nebenher verfolgt und mich nicht mehr besonders ereifert. Eigentlich habe ich nur noch dann geguckt, wenn die Fans lauter wurden. Dann kann man meist davon ausgehen, dass etwas passiert: Tor, Torchance, Elfmeter, Freistoß oder Foul. Wobei mir Letzteres am Liebsten ist. Dann ist immer ordentlich Action auf dem Platz. Mein Chef hat irgendwann die Aktendeckel geschlossen und ist gegangen. Im Rausgehen murmelte er noch: "Immer dasselbe: Drei Ecken, ein Tor." Dann fiel die Tür hinter ihm zu - und das heiß ersehnte Tor.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(