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Videoserie "Deutschlaender"

Wo kommst du eigentlich her?: Serbin, Kroatin oder Deutsche? Warum Sanya sich nirgendwo zu Hause fühlt

Deutsch und trotzdem Ausländer: Sanya lebt seit knapp 20 Jahren in Deutschland. Ihre Familie floh vor dem Jugoslawienkrieg. Auf eine Nationalität will und kann sie sich nicht beschränken. 

Sanya kam im Alter von 14 Jahren nach Deutschland, auf eine Identität will sie sich nicht beschränken

"Ich bin Sanya. Ich bin 35 Jahre alt. Ich bin im ehemaligen Jugoslawien geboren und ich bin Diplompädagogin. 

Ich bin in einem Teil von Kroatien geboren und das war eines der Kriegsgebiete in Kroatien, in dem Serben und Kroaten gegeneinander gekämpft haben. Also wir sind kurz vor Kriegsausbruch geflohen. Aber zu einer Zeit, wo es Sirenen gab und als die ganze Kriegsvorbereitung losging. Man hatte so Übungen mit Sirenen, dass man schnell laufen musste, dass man in den Keller fliehen muss. Damit man dann in der Kriegszeit weiß, was zu tun ist.

Als der Krieg ausgebrochen ist, mussten wir fliehen. Zunächst sind wir nach Serbien, also nach Belgrad ausgewandert. Dort waren wir dann sieben Jahre ungefähr. Und nach diesen sieben Jahren sind wir nach Deutschland gekommen. 

Wenn du jetzt überlegst, wo zieht man denn hin? Zieht man irgendwo hin, wo man niemanden kennt oder zieht man wohin, wo man jemanden kennt?

Ich kann mich noch erinnern, dass ich als kleines Kind immer von Barbiepuppen aus Deutschland geträumt habe. Das war für mich so ein Land, wo es halt Barbiepuppen gibt, weil es bei uns halt keine gab, oder die zu teuer waren.

Ich hab oft das Gefühl gehabt, nicht dazu zu gehören – also hier in Deutschland. Aber ich kann das gar nicht so mit Sicherheit sagen, ob das an Deutschland liegt oder ob man das so allgemein auf eine Gesellschaft beziehen kann, in der Menschen andere Probleme haben als die Gesellschaft aus der ich ursprünglich herkomme.

Szenisch:

Was kostet die?

25 Euro.

Wie viel? Da haben Sie aber einen guten Preis.

Ok 15 Euro, aber gib mir schnell. Aber sehr schnell!   

Ich hab ja immer noch einen starken Akzent und mein rollendes 'R' ist so eine Sache, auf die ich immer angesprochen werde. Aha okay, sie kommt ja nicht von hier. Dann muss ich immer erklären, woher ich komme und was ich hier mache. Und auch durch diese Aussprache muss man immer irgendwie zeigen: Nee, ich hab hier schon studiert. Sobald man merkt, dass man von irgendwo anders herkommt, egal was man an Argumenten manchmal sagt, bei Diskussionen wird man direkt abgestuft: Nee, das ist jetzt nicht richtig oder das war nicht gut genug. Auch wenn die Argumente vielleicht ganz gut waren.

Ich glaube, dass es schon sehr viele Teile von Deutschland gibt, wo es nicht so multikulturell ist. Wo man angeguckt wird, wenn man eine andere Hautfarbe. Ich wünsche mir, dass es anders ist. Dass es überall multikultureller ist. Dass Diversität positiver gesehen wird.

Ich glaube, Identitäten heutzutage sind eher hybrid. Wir sind eigentlich alle so durchmischt. Dadurch dass die Welt immer globaler wird und alles so leicht zu erreichen ist, und man ein paar Jahre hier lebt, ein paar Jahre dort, bekommt man halt diese verschiedenen Identitäten und Kulturen – und das verändert einen. Deshalb kann ich nicht sagen: Ich bin jetzt Serbin, Kroatin, oder Deutsche. Ich bin alles. Ich sehe mich eher so. Ich würde mich da nicht auf eine Nationalität oder ein Land beschränken. Das find ich langweilig. Das passt nicht zu mir. Genau, hybrid."

Sehen Sie auch eine weitere Folge der Videoserie Deutschlaender: "Wo kommst du eigentlich her?" – Warum Isabell nicht das Gefühl hat,  100 Prozent dazuzugehören 

Deutsch und trotzdem Ausländer: "Wo kommst du eigentlich her?" – Warum Isabell nicht das Gefühl hat,  100 Prozent dazuzugehören

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(