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  • Vorsicht vor diesen Speisen: Das sind die gefährlichsten Lebensmittel der Welt

Zum Artikel Vorsicht vor diesen Speisen: Das sind die gefährlichsten Lebensmittel der Welt
Sannakji hat schon mehrere Menschenleben gefordert. Die koreanische Spezialität besteht aus frischen Oktopus-Stücken, die erst direkt vor dem Servieren zubereitet werden. Dadurch bewegen sich die Tentakel noch – auf dem Teller und im Mund. Wird das Gericht nicht gründlich gekaut, kann es lebensgefährlich werden. Die Saugnäpfe der Tentakel haften sich an Mund, Rachen oder Speiseröhre fest. Im schlimmsten Fall führt das zum Ersticken – mit tödlichem Ausgang.
Sannakji
Sannakji hat schon mehrere Menschenleben gefordert. Die koreanische Spezialität besteht aus frischen Oktopus-Stücken, die erst direkt vor dem Servieren zubereitet werden. Dadurch bewegen sich die Tentakel noch – auf dem Teller und im Mund. Wird das Gericht nicht gründlich gekaut, kann es lebensgefährlich werden. Die Saugnäpfe der Tentakel haften sich an Mund, Rachen oder Speiseröhre fest. Im schlimmsten Fall führt das zum Ersticken – mit tödlichem Ausgang.
© iStock/bong hyunjung
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In manchen Ländern gelten riskante Speisen als echte Delikatesse. Doch mit jedem Bissen steigt die Gefahr für die Gesundheit – teils sogar bis zum Tod. Eigentlich soll Essen gut für den Körper sein, doch Gerichte sind eher ein Risiko. Hier erfahren Sie, welche der weltweit gefährlichsten Lebensmittel im schlimmsten Fall zum vorzeitigen Ableben führen können.
Zahlreiche Lebensmittel können gesundheitlich bedenklich sein. Rohes Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchte tragen oft Keime wie Salmonellen, Kolibakterien oder Parasiten in sich und können zu Übelkeit oder Durchfall führen. Auch Pestizide, Toxine oder verschmutztes Trinkwasser können Auslöser von Lebensmittelvergiftungen sein. Doch es gibt noch riskantere Speisen, die auch ohne Krankheitserreger oder ohne mangelnde Hygiene hochgefährlich sind.
Sannakji hat schon mehrere Menschenleben gefordert. Die koreanische Spezialität besteht aus frischen Oktopus-Stücken, die erst direkt vor dem Servieren zubereitet werden. Dadurch bewegen sich die Tentakel noch – auf dem Teller und im Mund. Wird das Gericht nicht gründlich gekaut, kann es lebensgefährlich werden. Die Saugnäpfe der Tentakel haften sich an Mund, Rachen oder Speiseröhre fest. Im schlimmsten Fall führt das zum Ersticken – mit tödlichem Ausgang.
Wegen des hohen Gesundheitsrisikos darf der überreife Schafskäse Casu Marzu seit 2005 laut EU-Verordnung nicht mehr exportiert werden. Trotzdem gilt er auf Sardinien als echte Delikatesse – obwohl zahlreiche lebender Maden in ihm stecken. Bei der Reifung legt die Fliege Piophila casei ihre Eier auf dem Käse ab. Die geschlüpften Maden fressen sich durch den Teig, verdauen ihn und hinterlassen eine weiche, cremige Masse. Genau diese wird von Einheimischen gegessen.
Das Gefährliche an Casu Marzu ist nicht der cremige, stark riechende Käse selbst – sondern auch die darin enthaltenen lebenden Maden. Diese werden oft mit verzehrt und können im menschlichen Körper überleben. Selbst Magensäure macht ihnen nichts aus. Gelangen sie in den Darm, besteht das Risiko einer Fliegenmadenkrankheit. Diese kann Entzündungen oder Abszesse im Verdauungstrakt verursachen – und im schlimmsten Fall lebensgefährlich werden.
Fugu, der japanische Kugelfisch, birgt nicht nur beim Essen ein Risiko – schon die Zubereitung ist gefährlich. Nur speziell ausgebildete und lizenzierte Köche dürfen ihn servieren. Der Grund: In einem einzigen Kugelfisch steckt genug Tetrodotoxin, um bis zu 30 Menschen zu töten. Ein Gegenmittel gibt es nicht. Selbst nach dem Erhitzen ist das Gift ein Risiko. Erste Vergiftungserscheinungen können bereits 30 Minuten nach dem Verzehr auftreten.
Nach dem Verzehr von Fugu kann es zunächst zu einem Kribbeln auf Zunge und Lippen kommen. Später folgen oft Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Im schlimmsten Fall versagen die Muskeln – es droht Atemlähmung. In Europa ist der Verzehr deshalb verboten. In Asien gilt Fugu trotz des Risikos als Delikatesse. Bei der Zubereitung werden die giftigen Organe entfernt und nur das sichere serviert. Trotzdem gibt es immer wieder tödliche Zwischenfälle.
Auch bei Fesikh, einem fermentierten Fischgericht aus Ägypten, besteht Gesundheitsgefahr. Wird der Graubarbenfisch nicht fachgerecht zubereitet oder zu wenig gesalzen, können sich gefährliche Bakterien bilden. Diese können Vergiftungen wie Botulismus auslösen – mit Symptomen wie Übelkeit, Lähmungen und im schlimmsten Fall tödlichem Ausgang. Zum Frühlingsfest Sham el-Nessim wird Fesikh traditionell gegessen – und jedes Jahr landen danach Menschen im Krankenhaus.
In Frankreich gelten Froschschenkel als Delikatesse und sind gesundheitlich unbedenklich – abgesehen vom möglichen Ekel. Anders sieht es in Teilen Afrikas aus. Dort wird gelegentlich der afrikanische Ochsenfrosch gegessen, der Giftstoffe in Haut und Organen enthält. Wird er falsch zubereitet, kann der Verzehr zu Nierenversagen führen. Trotzdem gilt das Fleisch in vielen Regionen Afrikas als begehrte Spezialität.
Auch beim afrikanischen Ochsenfrosch kommt es auf die richtige Zubereitung an. Wird das Fleisch nicht gründlich gekocht oder der Frosch zum falschen Zeitpunkt gefangen, drohen Vergiftungen. Mögliche Folgen sind Reizungen der Haut und Schleimhäute bis hin zu Nierenversagen. In Afrika wird der Ochsenfrosch traditionell erst nach der Paarungszeit gefangen und gegessen – dann soll er weniger giftig sein.
Auch bei der Akee-Frucht aus Jamaika kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an. Ist sie unreif oder überreif, kann ihr Verzehr schwere Folgen haben – von Erbrechen über Unterzuckerung bis hin zum Tod. Schuld daran ist die giftige Aminosäure Hypoglycin. Geerntet werden darf die Frucht erst, wenn sie sich von selbst geöffnet hat. Und selbst dann ist nur der helle Samenmantel genießbar – der Rest bleibt stark giftig.
Hákarl ist eine traditionelle Spezialität aus Island. Doch erst durch monatelange Fermentation wird das Fleisch des Grönlandhais überhaupt genießbar. Der Fisch muss rund sechs Monate lang reifen, bevor er serviert werden kann. Wird er frisch verzehrt, ist er hochgiftig. Die möglichen Folgen reichen von schweren Magen-Darm-Beschwerden bis hin zum Erblinden oder sogar Tod.
Der Grönlandhai hat keinen Harntrakt und kann deshalb keinen Urin ausscheiden. Die Abfallstoffe bleiben im Blut, wodurch das Fleisch giftig wird. Erst nach einer halbjährigen Fermentation ist es genießbar. Während dieses Reifeprozesses wird das Gift abgebaut – dabei entsteht allerdings Ammoniak, was für den starken, unangenehmen Geruch sorgt. Wer das Gericht zu früh isst, riskiert ernsthafte Nebenwirkungen.
Die Rotfleischige Archenmuschel ist in einigen Ländern Asiens eine geschätzte Delikatesse. Doch bei falscher Zubereitung kann sie gefährlich werden. Wird sie roh oder nur unzureichend gegart gegessen, droht ein hohes Gesundheitsrisiko. Da Muscheln Wasser filtern, können sie Krankheitserreger wie Hepatitis A, Typhus aufnehmen. Werden diese Keime beim Kochen nicht abgetötet, kann der Verzehr zu schweren Infektionen führen.
Maniok ist eine stärkehaltige Knolle aus Südamerika und gilt dort als Grundnahrungsmittel – ähnlich wie die Kartoffel. Sie lässt sich kochen, backen oder zu Mehl verarbeiten. Doch roh ist Maniok giftig, da sie Blausäure enthält. In größeren Mengen kann diese sogar tödlich sein. Deshalb darf die Knolle nur gegart verzehrt werden. Erst durch Hitze wird die Blausäure vollständig abgebaut und das Produkt sicher.
Die Samen des Dschungelbaums Pangium edule sind in der indonesischen und malaiischen Küche als Gewürz beliebt. Sie geben Gerichten ihre charakteristische schwarze Farbe. Doch vor der Verwendung muss das Gift aus den Früchten entfernt werden – ein aufwendiger Prozess. Besonders die Schale enthält viel Blausäure, die stark giftig ist und in größerer Menge tödlich sein kann.
Damit Pangium edule unbedenklich verzehrt werden kann, wird die Frucht zunächst mehrere Tage in frischem Wasser eingeweicht. Anschließend wird sie gekocht, in Bananenblätter gewickelt und für einige Wochen in der Erde vergraben. Während dieser Zeit verändert sich die ursprünglich cremeweiße Fruchtfarbe zu tiefschwarz – ein Zeichen dafür, dass die Blausäure abgebaut wurde. Danach können die Samen zu Pulver gemahlen werden.
Besonders wer nicht an scharfes Essen gewöhnt ist, kann beim Chili-Verzehr mit starken Reaktionen rechnen – etwa Schwitzen, Übelkeit, Durchfall oder Erbrechen. Die "Dragon's Breath Chili" gilt als schärfste Chili der Welt und wurde ursprünglich nur medizinisch als Betäubungsmittel genutzt. Schon eine kleine Menge kann einen anaphylaktischen Schock auslösen. Daher gilt: besser nicht probieren.
In Deutschland kommt es regelmäßig zu Pilzvergiftungen – vor allem durch den Knollenblätterpilz. Seine Giftstoffe, die Amatoxine, schädigen die Leber und können ein Leberversagen auslösen. Erste Anzeichen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen zeigen sich meist etwa sechs Stunden nach dem Essen. Besonders gefährlich ist, dass der Knollenblätterpilz oft mit essbaren Sorten wie dem grünen Täubling verwechselt wird.
Auch unter den Rauköpfen gibt es hochgiftige Arten – etwa den Spitzgebuckelten oder den Orangefuchsigen Raukopf. Diese Pilze gehören zu den gefährlichsten in Mitteleuropa. Ihr Giftstoff Orellanin kann unbehandelt zu tödlichem Nierenversagen führen. Besonders tückisch: Sie ähneln jungen Pfifferlingen und werden deshalb leicht verwechselt. Wer unsicher ist, sollte lieber auf den Verzehr verzichten oder einen geprüften Pilzberater um Rat fragen.

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