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Carsharing & Co Autofahrer ohne Auto

Innovative Carsharing-Konzepte werden die Mobilität der Zukunft bestimmen, sagen Experten. Das Angebot DriveNow der BMW Group und Sixt lockte allein vergangenes Jahr 125.000 neue Kunden
Innovative Carsharing-Konzepte werden die Mobilität der Zukunft bestimmen, sagen Experten. Das Angebot DriveNow der BMW Group und Sixt lockte allein vergangenes Jahr 125.000 neue Kunden
Carsharing – das ist die Mobilität von morgen. Die BMW Group ist mit DriveNow schon heute führend. Auch eine Studie von MINI zeigt, dass die leidige Parkplatzsuche bald Geschichte sein kann.

Es ist der wohl spektakulärste Verkauf, den das auf Luxusimmobilien spezialisierte Maklerunternehmen Savills – 700 Büros weltweit – dieses Jahr betreute. Und einer der ungewöhnlichsten: Denn die Immobilie im Herzen Londons ist – eine Garage. Eine ganz normale, mit 13,6 Quadratmetern sogar ziemlich kleine Garage. Und doch blätterte ein Autofahrer dafür umgerechnet rund 460.000 Euro hin. Denn Parkraum in London ist rar. Nicht nur dort. Prognosen besagen, dass im Jahr 2050 rund 70 Prozent der Weltbevölkerung in Großstädten leben werden. Das bedeutet: mehr Menschen, weniger Parkplätze. Schon heute werden 30 Prozent des innerstädtischen Verkehrs durch die Parkplatzsuche verursacht. Wie schön aber wäre es, wenn man auch in Zukunft das Auto seiner Träume fahren könnte – und trotzdem nie wieder einen Parkplatz suchen müsste, und das, ohne sich eine absurd teure Garage zuzulegen?

Die Automobilindustrie hat den Trend erkannt und entwickelt Mobilitätskonzepte, die die Kunden befreien: von der lästigen Parkplatzsuche, vom TÜV-Stress, vom Werkstattbesuch. Innovative Carsharing- und Mitfahrmodelle zum Beispiel werden laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Roland Berger in den kommenden zehn Jahren einen immer größeren Anteil am Mobilitätsangebot haben. Heute noch werden mehr als 70 Prozent der weltweit gefahrenen Kilometer mit Privatfahrzeugen zurückgelegt – 2026 sollen es nur noch 45 Prozent sein. Ganzheitliche Mobilitätsdienstleistungen seien das Geschäftsmodell der Zukunft, so Wolfgang Bernhart von Roland Berger: „Wer auf dem Automobilmarkt weiterhin erfolgreich sein möchte, sollte die entscheidenden Veränderungen bereits heute anstoßen.“

Die BMW Group ist dabei: DriveNow zum Beispiel, das Joint Venture mit der Autovermietung Sixt, setzt auf das innovative „Free Floating“-Prinzip. Die Autos können überall im Geschäftsgebiet abgestellt und angemietet werden. Die DriveNow-Flotte umfasst mittlerweile elf Modelle, 20 Prozent davon fuhren im Jahr 2015 schon elektrisch. Das Angebot kommt an: Im vergangenen Jahr entschieden sich von 220.000 neuen Carsharing-Nutzern in Deutschland 125.000 für DriveNow. In der US-amerikanischen Großstadt Seattle hat die BMW Group zudem mit ReachNow ein ganz neues Konzept gestartet: mit Zustellservice und Langzeitmieten von MINI- und BMW-Modellen. „Das Ziel ist eine lebenswertere Stadt mit viel Raum für das urbane Leben“, sagt Dr. Bernhard Blättel, Leiter Mobilitätsdienstleistungen BMW AG.

Die Studie MINI VISION NEXT 100 kommt eigenständig zum Carsharing-Kunden
Die Studie MINI VISION NEXT 100 kommt eigenständig zum Carsharing-Kunden

Auch die aktuelle Studie MINI VISION NEXT 100 ist ein Blick in die Carsharing-Zukunft. Der auf Wunsch autonom fahrende Stadtflitzer sucht sich selbst einen Parkplatz und rangiert auch ohne Fahrer in die kleinste Lücke. Und das ist gar nicht immer nötig: Der MINI der Zukunft holt seine Fahrer an jedem gewünschten Ort ab – und fährt später eigenständig wieder zur Carsharing-Station. Dennoch hat der Fahrer das Gefühl, seinen eigenen Wagen zu fahren: Der MINI erkennt den Fahrer mithilfe eines biometrischen Scanners, Außenfarbe und Innenraum-Settings passen sich den Vorlieben jedes Nutzers an. Und das Unternehmen plant bereits den nächsten Schritt: Carsharing-Angebote an Miet- und Eigentumswohnungen anzudocken. „Sie kaufen oder mieten sich eine Wohnung und haben gleichzeitig Zugriff auf Mobilität“, erklärt Peter Schwarzenbauer, Vorstand bei der BMW AG, auch zuständig für Mobilitätsdienstleistungen. Ein weiterer Vorteil bei dem Geschäftsmodell: Die Preise für 13-Quadratmeter-Garagen würden wieder fallen. Allerdings: Wer benötigt dann überhaupt noch einen Stellplatz fürs Auto?

Tauchen Sie jetzt noch tiefer ein in die Welt von morgen und lassen Sie sich inspirieren unter www.bmwgroup.com/next100.


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