AKTIENNEWS Kinowelt in akuter Insolvenzgefahr


Nach dramatischen Verlusten von mehr als 300 Millionen Euro in den ersten neun Monaten rückt eine mögliche Pleite des angeschlagenen Kinowelt-Konzerns näher.

Das Eigenkapital der Kinowelt Medien AG schmolz wegen der roten Zahlen bis Ende September von 340,9 auf 31,9 Millionen Euro zusammen. In den ersten drei Quartalen belief sich der Nettoverlust auf 309,1 Millionen Euro (604,5 Mio DM). Im Vorjahreszeitraum wurde ein Überschuss von 8,5 Millionen Euro erzielt. Durch die Rückgabe eines Lizenzpakets an Time Warner wurde der Liquiditätsbedarf für die Zukunft aber deutlich reduziert. Der Umsatz des Konzerns sank in den ersten neun Monaten um ein Fünftel auf 168,4 Millionen Euro. Im Kernbereich Lizenzhandel brachen die Erlöse um 74 Prozent auf 55,1 Millionen Euro ein. Außerdem wurde in den ersten drei Quartalen kein einziger großer Abschluss realisiert. Vor Zins, Abschreibung und Tilgung erwirtschaftet das Unternehmen derzeit nach eigenen Angaben operative Überschüsse. Trotzdem ist das Überleben nicht sichergestellt. Die niederländische ABN Amro hatte einen Kredit über mehr als 100 Millionen DM gekündigt. Wenn Kinowelt nicht noch überraschend eine Lösung präsentieren kann, muss ein Insolvenzverfahren eingeleitet werden.

Chart...


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker