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Autohandel: 22 Prozent

Im Autohandel gibt's zur Zeit hohe Rabatte. Auch das Internet hilft bei der Schnäppchensuche.

Wer ein Auto zum Listenpreis kauft, hat zu viel Geld. Die Autokonzerne kämpfen energisch um die Gunst des Kunden. Besonders der Internethandel drückt die Preise. So verkauft die VW-Tochter Seat im Netz drei Modelle mit einem Rabatt von bis zu 13 Prozent. Auf Seiten wie www.autoscout24.de können Kunden erfahren, welcher Händler welches Fahrzeug am günstigsten anbietet.

Auch das Versandhaus Quelle verkauft jetzt Autos. Der Kunde kann per Internet oder telefonisch Neuwagen bis zu 22 Prozent unter Listenpreis ergattern - vom Ford Galaxy Trend bis zum Opel Zafira N-joy. Dabei handelt es sich um Rückimporte aus EU-Staaten oder um Fahrzeuge mit Tageszulassung. Gegen 170 Euro Gebühr liefert das Versandhaus das Auto ins Haus. Der aktuelle Preisknüller ist der neue VW Golf, der von Mitte Oktober an in den Handel kommt. Quelle bietet ihn mit zehn Prozent Rabatt an - zum Ärger von VW. Der Konzern schließt rechtliche Schritte gegen Quelle nicht aus.

Dabei ködern die Wolfsburger selbst mit günstigen Preisen. VW verfügt über einen Jahreswagenmarkt direkt am Werk, und der Belegschaftsverein vermittelt Fahrzeuge unter www.vw-jahreswagen.de. Andere Autobauer versprechen, dass sie für den Gebrauchtwagen des Käufers gut zahlen: Wer bei Renault einen Laguna oder M?gane kauft, erhält für sein altes Auto bis zu 3500 Euro mehr als den gängigen Listenpreis. Wie viel das ist, können Verbraucher im Internet unter www.stern.de/sport-motor/autoservice für 5,95 Euro abfragen.

Rabatte von mehr als 15 Prozent sind auch beim EU-Neuwagenhändler möglich. Dieser kauft die Fahrzeuge im Ausland ein, wo sie oft günstiger sind. Zur Finanzierung per Kredit sollten sich Interessenten außerdem über die Angebote der Autobanken informieren - die sind meist günstiger als die von Geschäftsbanken oder Sparkassen.

Billiger fahren mit Werbung

Günstiger geht es nicht: Wer sein neues Auto für ein Jahr mit Werbefolie beklebt, kann sich beim Kauf Rabatte von bis zu 70 Prozent sichern. Zum Beispiel über die Oldenburger Werbeagentur Dtis Media. Dort kostet ein neuer Smart City-Coup? Pulse statt 10.300 Euro Listenpreis nur 3.100 Euro, den VW Polo gibt es für 4.500 statt 11.000 Euro. Mit dem in Werbefolie gehüllten Auto muss der Käufer je nach Vertragsdauer in zwölf oder 18 Monaten mindestens 15.000 Kilometer zurücklegen. Erst dann darf er das Angeklebte abreißen. Zu den Sponsoren von Dtis Media gehören Versicherungen, Energieversorger und Finanzdienstleister. Der Sponsor entscheidet, welchem Interessenten er den Zuschlag gibt. Fährt der Käufer weniger als 15.000 Kilometer, zahlt er ordentlich drauf. Dann muss er nicht nur den Differenzbetrag zum Neuwagenpreis, sondern zusätzlich noch je 1.000 Euro an Dtis Media und an den Sponsoren berappen.

Stefan Biestmann / print
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