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Bauen: Vorfälligkeitsentschädigung genau prüfen

Werden Baudarlehen vorzeitig zrückgezahlt, müssen die Banken nun eine neue Berechnungsgrundlage für die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung anlegen.

Wer seiner Bank auf Grund eines vorzeitig abgelösten Baudarlehens eine so genannte Vorfälligkeitsentschädigung zahlen muss, sollte deren Höhe genau überprüfen. Die Banken sind nämlich nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH) in Karlsruhe zu einer neuen Berechnungsgrundlage verpflichtet (Az.: ZR XI 27/00), teilt die Verbraucherzentrale Sachsen in Leipzig mit.

Dadurch ergeben sich für die Darlehensnehmer Verbesserungen von je nach Fall bis zu mehreren tausend Mark. Auch für bereits gezahlte Vorfälligkeitsentschädigungen lohnt sich eine Überprüfung.

Die Banken verlangten eine Vorfälligkeitsentschädigung, wenn ein Baudarlehen vor dem Ende der Zinsbindungsfrist abgelöst werden soll, weil die Immobilie verkauft oder eine zusätzlicher Kredit benötigt wird. Bisher legten die Kreditinstitute die Höhe der Entschädigung nach einem Wiederanlagezins fest, die sich an öffentlichen Schuldverschreibungen orientierten. Die Richter entschieden jedoch, dass die Kreditinstitute sich bei ihrer Berechnung an den ertragreicheren Hypothekenpfandbriefen orientieren müssen, so die Verbraucherzentrale.

Informationen können bei der Verbraucherzentrale Sachsen unter der Fax-Nummer 0190/55 53 11 01 58 (1,21 Mark pro Minute) abgerufen werden.