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Bankgebühren Nach Girokonto-Urteil: Comdirect stoppt Preiserhöhungen

Frecher Affe zerstört einen Geldautomaten.
Sehen Sie im Video: Banküberfall mal anders – Frecher Affe zerstört Geldautomaten.




Tierisches Verbrechen in New Delhi: 


Dieser Affe zerstört einen Geldautomaten. 


Als Bank-Mitarbeiter das zerstörte Gerät finden, vermuten sie einen gescheiterten Diebstahl. 


Doch als sie sich das Überwachungsvideo ansehen, trauen sie ihren Augen kaum. 


Denn der Clip zeigt einen frechen Rhesusaffen, der den Geldautomaten zerstört. 


Bei seinem Treiben löst der Affe mehrere Alarme in der "Bank of India" aus. 


Wie das Tier in die Filliale gelangen konnte, ist derzeit noch unklar. 


Zum Glück kam bei dem "Banküberfall" niemand zu Schaden.  
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Ein BGH-Urteil zu unwirksamen Bankgebühren zeigt erste Wirkung: Mit der Comdirect setzt eine große Direktbank die für Mai geplanten Preiserhöhungen vorerst aus.

Wegen der anhaltenden Niedrigzinsphase bieten immer weniger Banken ein kostenloses Girokonto an. Auch die Comdirect, die mit Gratiskonten zu einer der größten Direktbanken Deutschlands aufgestiegen ist, wollte zum Mai eigentlich neue Kontomodelle mit höheren Gebühren einführen. Doch aufgrund eines Gerichtsurteils setzt die Commerzbank-Tochter die Preiserhöhungen nun vorerst aus.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte vergangene Woche ein grundsätzliches Urteil zu unwirksamen Gebührenerhöhungen gefällt (Az.: XI ZR 26/20). Demnach dürfen Banken nicht einfach Preiserhöhungen ankündigen und eine stillschweigende Einwilligung ihrer Kunden voraussetzen. Klauseln in den AGB, die dies erlauben, sind den BGH-Richtern zufolge unwirksam. Geklagt hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die Postbank. 

Die Comdirect, die zum 1. Mai das bedingungslose Gratiskonto abschaffen wollte, will nun erst einmal die schriftliche Urteilsbegründung abwarten, bevor neue Preismodelle in Kraft gesetzt werden. Eigentlich sollten Comdirect-Kunden, die nicht bestimmte Bedingungen wie einen Mindestgeldeingang von 700 Euro im Monat erfüllen, künftig 4,90 Euro Gebühr im Monat bezahlen. Doch nach dem BGH-Spruch könnten Bankkunden zu Unrecht gezahlte Gebühren wieder zurückfordern. 

Kunden könnten Geld zurückfordern

Solche Forderungen von Verbrauchern drohen jetzt zahlreichen Banken, die in den letzten Jahren die Gebühren erhöht haben, ohne die ausdrückliche Zustimmung ihrer Kunden einzuholen. Die Stiftung Warentest bietet auf ihrer Website sogar schon ein Musterschreiben an, mit dem Kunden Gebühren von ihrer Bank zurückverlangen können. Ob Kunden tatsächlich in größerem Umfang Gebühren zurückbekommen können, ist allerdings noch unklar.

In jüngster Zeit ist das Gratiskonto, mit dem viele Banken lange offensiv um Kunden geworben hatten, zu einer Seltenheit geworden. Immer mehr Institute führen Gebühren ein – auch für Bestandskunden. Das Finanzportal Biallo zählte im April bei einer Auswertung von 1300 Banken und Sparkassen nur noch 31 Girokonten, die ohne Bedingungen kostenlos sind.

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