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Energiepreise: So teuer wird Strom 2014

Mehr als 200 Stromversorger erhöhen zum Jahreswechsel die Preise. Bei anderen wird es dagegen sogar billiger. Und das Verrückte: Für beides ist die Energiewende mitverantwortlich.

Von Daniel Bakir

Es ist keine Preisexplosion, aber für einige wird es dennoch teurer: Mindestens 218 Versorger werden zum Jahreswechsel die Strompreise anheben, wie das Vergleichsportal Toptarif für stern.de ermittelt hat. Rund sieben Millionen Haushalte sind betroffen. Bis zum Stichtag am 20. November werden wohl noch einige dazu kommen, dennoch ist schon jetzt klar: Es kommt nicht so dicke wie im vergangenen Jahr. "Insgesamt wird die kommende Strompreiswelle erheblich schwächer und weniger umfassend sein als Anfang 2013", sagt Daniel Dodt von Toptarif.

Im Schnitt steigen die Preise laut Toptarif um 3,3 Prozent. Auf ähnliche Werte kommen die anderen großen Vergleichsportale Check24 und Verivox. Im vergangenen Jahr waren es durchschnittlich zwölf Prozent gewesen. Ein vierköpfiger Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden Strom zahlt im kommenden Jahr somit 38 Euro mehr, im vergangenen Jahr war die Durchschnittsrechnung um 120 Euro gestiegen.

Im Einzelfall können die Preisveränderungen aber stark vom Durchschnittswert abweichen. So sind Preiserhöhungen von neun Prozent ebenso möglich wie Preissenkungen: Insgesamt sechs Versorger senken zum neuen Jahr die Preise. Die komplette Liste aller Preiserhöhungen und -senkungen können Sie hier einsehen.

Energiewende treibt die Preise - und senkt sie

Dass die Energiepreise sich so unterschiedlich entwickeln, hat auch mit den gegensätzlichen Effekten der Energiewende zu tun. So treibt die Erhöhung der EEG-Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien einerseits die Preise um rund einen Cent nach oben.

Andererseits konnten die Versorger den Strom zuletzt deutlich günstiger an der Strombörse einkaufen, weil die Erneuerbaren die Preise sinken ließen. Da die Unternehmen ihren Strom zu unterschiedlichen Zeitpunkten einkaufen, profitierten sie unterschiedlich stark von dieser Entwicklung.

Ein dritter großer Faktor sind die Netzentgelte, die die Versorger für die Durchleitung ihres Stroms an die Netzbetreiber zahlen müssen: Einige wurden teurer, andere günstiger.

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