Man sollte sich warm anziehen fürs Raketenschießen und die Neujahrsumarmungen im Freien in der Silvesternacht: Es kühlt auf fünf bis null Grad im Norden ab, ganz im Südwesten und an den Alpen sind bis zu minus acht Grad möglich. Im restlichen Deutschland werden ein bis minus fünf Grad erwartet, so die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD).
Wetter in der Silvesternacht wird ungemütlich
Ansonsten sind die Aussichten für die Silvesternacht in der Region vom Schwarzwald bis zu den Alpen am besten: Hier soll es laut DWD trocken bleiben und nur gering bewölkt sein. Im restlichen Deutschland wird der Himmel bedeckt sein und vor allem im Norden, Osten und Südosten wird es leicht regnen, über 400 Höhenmetern auch schneien.
Vor allem in der Nordhälfte wird es in der Nacht und besonders am Neujahrstag ungemütlich. In der Silvesternacht baue sich ein Sturm auf, hatte DWD-Meteorologe Tobias Reinartz am Dienstag erläutert. Bereits um Mitternacht seien die ersten starken Böen auf den Bergen und an der Küste zu erwarten, "Vorsicht also beim Feuerwerk!", warnte Reinartz.
Die untenstehende Karte zeigt, wo Schneefälle erwartet werden. Über die Auswahlflächen unten können Sie den Vorhersage-Zeitraum einstellen. Rechts oben haben Sie die Möglichkeit, sich auch andere Wetter-Parameter wie Temperatur oder Windgeschwindigkeit anzeigen zu lassen.
Die Karte wird von Windy.com bereitgestellt. Die Macher nutzen für ihre Darstellungen und Vorhersagen das Modell vom "Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage".
Wie geht es dann an Neujahr weiter?
"Das neue Jahr startet wettertechnisch dann ziemlich turbulent, ganz anders, als das alte endete. Ein kräftiges Tief über Skandinavien treibt Schauerwolken über das Land, dazu weht ein in Böen starker bis stürmischer Westwind", erklärtAdrian Leyser Sturm vom DWD. An der Küste und in Kammlagen seien gar schwere Sturmböen möglich. Während es in tiefen Lagen eher nasskalt sei, halte der Winter mit Neuschnee im Bergland Einzug. Etwas gemächlicher, mit weniger Wind und kaum Niederschlag sei es dagegen ganz im Süden.
Gibt es auch in tieferen Lagen Chancen auf Schnee? "Zum ersten Wochenende des neuen Jahres rangeln Warmluft aus Süden und Kaltluft aus Norden um die Vorherrschaft in Deutschland", erklärt der Experte. "Im Zuge dieser Grenzwetterlage steigen die Chancen, dass es dann auch mal in tiefen Lagen mal winterlich wird, prinzipiell an."