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FINANZEN: Pin-Verschlüsselung ist sicher

Mit dieser Begründung müssen deshalb müssen Banken und Sparkassen Geld, das mit verlorenen oder gestohlenen Karten abgehoben wurde, nicht zurück erstatten.

Die Verschlüsselung von EC- und Kreditkarten mit persönlichen Geheimnummern ist nach einer Entscheidung des Frankfurter Amtsgerichts sicher, also müssen deshalb Banken und Sparkassen Geld, das mit verlorenen oder gestohlenen Karten abgehoben wurde, auch nicht zurückerstatten. Mit dem bekannt gegebenen Urteil (Az.: 30 C 1916/01-20) wies das Gericht eine Klage auf Erstattung von rund 1.650 Euro (etwa 3.300 Mark ) zurück, die mit der Eurocard-Kreditkarte der Klägerin abgehoben worden waren.

Die Karte war der Frau während eines Aufenthalts in Prag abhanden gekommen. Innerhalb von knapp einer Stunde waren nach Feststellung des Gerichts 19 kleinere Beträge an Geldautomaten abgehoben worden, wobei jeweils die richtige Geheimnummer ohne irgendwelche Fehlversuche eingegeben worden war. Daraus war laut Gericht zwingend der Schluss zu ziehen, dass der Finder oder Dieb der Karte die Nummer kannte. Die Klägerin müsste daher entgegen ihrer eigenen Aussage die aufgezeichnete Geheimzahl zusammen mit der Karte mit sich geführt haben. Damit hatte sie aber gegen ihre Sorgfaltspflicht verstoßen und muss ihren Verlust selber tragen, entschied das Gericht.

Eine Entschlüsselung der Geheimzahl anhand der Daten auf der Karte ist nach derzeitigem Erkenntnisstand nur theoretisch möglich, dann aber mit erheblichem technischen und zeitlichen Aufwand, erklärte das Gericht. Im vorliegenden Fall schließt die Vielzahl und die Schnelligkeit der Abhebungen eine solche Möglichkeit aus.