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Finanztest klärt auf: Wann sich eine Hochzeit steuerlich lohnt

Wer den Bund fürs Leben eingeht, hat steuerliche Vorteile, sichert den Partner finanziell ab und regelt die Erbfolge. "Finanztest" erklärt, wann sich die Ehe rechnet.

Hochzeit: Eine Ehe lohnt sich steuerlich

Hochzeit: Eine Ehe lohnt sich steuerlich

Kniefall, Ringe, Standesamt: Jedes Jahr lassen sich rund 400.000 Paare trauen. Auch wenn manchem die Eheschließung überholt vorkommen mag, spricht einiges für den Bund der Ehe. Denn vom Grundgesetz ist die Ehe besonders geschützt, Verheiratete kommen außerdem in den Genuss von steuerlichen Vorteilen. Es lohnt sich also, aus einer langjährigen Beziehung in den Ehestand zu wechseln. 

Ehegattensplitting lohnt nur in einigen Fällen

"Finanztest" hat sich die Vorteile der einmal genauer angesehen. Vor allem Familie profitieren. Beim Ehegattensplitting werden die Einnahmen beider Eheleute zusammengerechnet. Das lohnt sich vor allem, wenn ein Elternteil Teilzeit arbeitet oder die Einkommen sich stark unterscheiden. Eine Heirat kann sich jährlich mit einem Plus von 10.000 Euro lohnen, so die Finanztester. Verdienen in einer Beziehung beide in etwa gleich viel, lohnt sich eine Heirat aus einkommensteuerlichen Vorteilen dagegen nicht.

Aber es gibt noch weitere Vorteile: Verheiratete profitieren bei einer Schenkung, sie dürfen den maximalen Freibetrag von 500.000 Euro auskosten. Erst bei Beträgen über dieser Summe werden fällig. Und bei Verheirateten fallen diese deutlich niedriger aus. Bei Paaren ohne Trauschein werden zwischen 30 und 50 Prozent fällig, bei Eheleuten nur zwischen 7 und 30 Prozent. 

Hochzeit: Müssen Schulden übernommen werden?

Und die Finanztester räumen mit Irrtümern auf: So behalten Eheleute das Vermögen, das sie vor der Heirat hatten, für sich (Zugewinngemeinschaft). Auch während der Ehe arbeiten die Verheirateten für sich. Schulden müssen in einer Ehe nicht vom Partner übernommen werden. Es gibt nur eine Ausnahme: Die Paare haben beim Notar eine Gütergemeinschaft vereinbart. Dieser Schritt sei allerdings selten, so die Experten. Und: Stirbt der Ehepartner, ist der Verheiratete nicht automatisch Erbe. Auch gemeinsame Kinder - oder bei kinderlosen Paaren die Eltern des Verstorbenen - sind erbberechtigt.

Den gesamten Serviceartikel mit Tipps und Tricks für Eheleute sowie für Unverheiratete finden Sie unter www.test.de .


kg

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