IMMOBILIEN Doppelte Eigenheimzulage auch für Ehepaare


Viele Ehepaare wollen sich den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen. Aber was passiert mit der staatlichen Förderung nach der Heirat?

Endlich den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen. Geht es aber um die staatliche Förderung von Eigenheimen tauchen immer wieder steuerliche Fragen auf : Wem steht welche Zulage zu und was passiert mit der Zulage, wenn sich das private Umfeld verändert? Zum Beispiel durch Heirat?

Die Höhe der Förderung richtet sich nach Einkünften, Familienstand und Kinderzahl. Die maximale Zulage liegt bei 40.000 Mark für Neubauten und 20.000 Mark für Alt- und Umbauten. Pro Kind schießt der Staat noch mal bis zu 12.000 Mark zu. Die Landesbausparkasse LBS erklärte unter Berufung auf ein Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz (Aktenzeichen: Finanzgericht Rheinland-Pfalz, 1 K 1553/99), dass unter bestimmten Bedingungen auch Ehepartner in den Genuss einer doppelten Zulage kommen können. Und zwar dann, wenn jeder Partner schon vor der Heirat für ein eigenes Objekt die staatliche Wohneigentumsförderung kassierte.

Im konkreten Fall besaßen die späteren Eheleute in einem Mehrparteienhaus jeweils eine Bleibe. Nach der Hochzeit zogen sie in die Wohnung des Mannes. Die Wohnung der Frau wurde als Gästeunterkunft genutzt. Beim Fiskus beantragte das Paar die Fortsetzung der jeweiligen Förderungen, stieß jedoch auf Widerstand. Nach Ansicht der Finanzbeamten war eine Doppelzulage nach der Hochzeit nicht möglich. Das Finanzgericht gab den Eheleuten Recht. Beide Wohnungen seien weiterhin förderungsfähig, weil es auf den Zeitpunkt des Wohnungskaufs ankomme. Beide Partner hätten ihr Objekt noch zu »Single«-Zeiten erworben.

Sohad Khaldi


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