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Immobilienkrise: USA schicken Börsen auf Talfahrt

Die Kursverluste an der US-Börse bringen den weltweiten Aktienmarkt ins Wanken: Der Dow Jones verzeichnet die schlimmsten Verluste des Jahres, nun sind die asiatischen Börsen auf Talfahrt. Auslöser sind Probleme auf dem Immobilienmarkt.

Die amerikanischen Aktienbörsen haben am Donnerstag im Tagesverlauf die schlimmsten Verluste dieses Jahres verbucht. Die Investoren sorgten sich über ein mögliches Übergreifen der Probleme im amerikanischen Bau-, Immobilien- und Hypothekenmarkt auf andere Finanzmarktbereiche und die gesamte US-Wirtschaft. Damit setzte sich die Talfahrt der europäischen Aktienbörsen an der Wall Street fort.

Notbremse nach enttäuschenden Wohnungsverkäufen

Der Tokioter Aktienmarkt folgte Freitag den US-Börsen und verzeichnete deutliche Abschläge. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index verlor bis zum Mittag in Tokio 2,32 Prozent auf 17.291 Punkte. Damit sank der Index auf den niedrigsten Stand seit fast drei Monaten. Der breiter gefasste Topix-Index gab um 2,07 Prozent nach auf 1701 Zähler. Anleger straften den Markt auf breiter Front ab. Auch Unternehmen wie Sony, die solide Quartalszahlen präsentiert hatten, bekamen den Abwärtstrend zu spüren: Sony-Aktien gaben um 0,63 Prozent nach.

Ausgelöst wurde das Beben an den Aktienmärkten von der Immobilienkrise in den USA. Nach einem Wiederanstieg des Ölpreises und erneut schlechten Nachrichten vom Häusermarkt in den USA zogen die Anleger die Notbremse. Grund waren enttäuschende Zahlen bei den Wohnungsverkäufen sowie Unsicherheiten bei den Investoren über den Hypotheken- und Darlehensmarkt. Das US-Handelsministerium hatte mitgeteilt, dass der Verkauf von neuen Häusern im Juni um 6,6 Prozent gesunken sei.

Der Dow-Jones-Index, das bekannteste US-Börsenbarometer, war am Donnerstag um 311,50 Zähler oder 2,26 Prozent auf 13.473,57 Punkte abgesackt. Im Tagesverlauf hatte er sogar zeitweise mehr als 440 Punkte eingebüßt. Der Dow war am 27. Februar nach dem Absturz der chinesischen Aktienbörsen um 416 Punkte abgesackt und hatte den schlimmsten Verlust des Jahres verbucht. 29 der 30 Dow-Jones-Werte wiesen teilweise hohe Kursverluste auf.

DPA/AP / AP / DPA