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Preiserhöhung: Tabakindustrie plant 4,50 Euro pro Schachtel

Wo ist die Schmerzgrenze? Angeblich peilt die Tabakindustrie jetzt einen Zigarettenpreis von 4,50 Euro pro Schachtel an - 30 Cent mehr, als wegen der höheren Tabaksteuer nötig wären.

Weil der Gesundheit zuliebe immer mehr Raucher aufhören, müssen die restlichen Qualmer für diese quasi "mitzahlen". Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sollen Raucher in den kommenden zwei Jahren deutlich über die Tabaksteuererhöhung hinaus zur Kasse gebeten werden. Nach Einschätzung des Verband der Cigarettenindustrie (VdC) wird der Preis pro Schachtel um insgesamt 1,30 Euro auf dann 4,50 Euro steigen. Wegen der höheren Tabaksteuer wäre lediglich ein Anstieg von einem Euro nötig. Ein Drittel der zusätzlichen Preiserhöhung fließen laut VdC an den Handel, zwei Drittel an die Industrie.

Haben Sie eine Schmerzgrenze, ab der Sie nicht mehr rauchen würden?

Tabakindustrie will Rückgang kompensieren

Mit rund 30 Prozent der zusätzlichen Erhöhung werden die drei vergangenen Steueranhebungen seit 2001, die bisher nicht voll an den Verbraucher weitergegeben worden sind, auf die Raucher abgewälzt. Der Rest soll dann den erwarteten Rückgang des Verbrauchs kompensieren, heißt es in dem Zeitungsbericht weiter. Anfang Juli hatte der VdC sogar eine Preiserhöhung auf 4,70 Euro in die Diskussion gebracht.

Mit der Erhöhung der Tabaksteuer will die Bundesregierung versicherungsfremde Leistungen der Krankenkassen bezahlen. Sie soll in drei Schritten vom 1. Januar 2004 bis Juli 2005 angehoben werden.

DPA