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Steuereinnahmen: Einbruch um 15,6 Prozent

Keine guten Nachrichten für Hans Eichel: Das Finanzministerium bestätige jetzt, dass das Steueraufkommen für den Bund im Juli um 15,6 Prozent eingebrochen ist.

Die Steuereinnahmen sind im Juli kräftig eingebrochen. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat muss die öffentliche Hand ein Minus von 9,3 Prozent verkraften. Einen entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung" bestätigte das Bundesfinanzministerium jetzt. Besonders groß war das Minus mit 15,6 Prozent beim Bund. Bei den Ländern lag das Steueraufkommen um 3,2 Prozent unter dem Vorjahr, bei den Gemeinden um 8,5 Prozent.

Ein Sprecher des Ministeriums beantwortete die Frage zur Entwicklung des Steueraufkommens im Juli am Freitag mit "Ja." Er ergänzte aber: "Die Steuereinnahmen spiegeln als nachlaufender Indikator noch nicht den wahren aktuellen Konjunkturverlauf wider. Die Steuereinnahmen fahren Achterbahn", sagte er.

Die Einnahmen aus der Lohnsteuer und der Mehrwertsteuer seien im Juli zurückgegangen, während sich die Einnahmen aus der Körperschaftsteuer "stabil aufwärts" entwickelt hätten, sagte der Sprecher. Für den Einbruch bei der Lohnsteuer sei neben technischen Gründen vermutlich der Wegfall des Urlaubsgeldes in vielen Unternehmen mit verantwortlich.

DPA / DPA