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Panne im Finanzministerium: Arbeitnehmer erhalten falsche Bescheinigungen

Betroffen sind bis zu fünf Millionen Steuerzahler: Wegen ungenauer Vorgaben des Finanzministeriums haben Arbeitnehmer falsche Lohnsteuerbescheinigungen erhalten. Werden diese nicht korrigiert, kann die Erstattung bis zu 1000 Euro niedriger ausfallen.

Betroffene Arbeitnehmer sollen die korrigierten Lohnsteuerbescheide beim Finanzamt nachreichen

Betroffene Arbeitnehmer sollen die korrigierten Lohnsteuerbescheide beim Finanzamt nachreichen

Es ist eine Panne von gehörigem Ausmaß: Bei gut fünf Millionen Arbeitnehmern sind falsche Steuerbescheinigungen für 2010 eingegangen. Weil Anleitungen des Finanzministeriums nicht eindeutig waren, haben Hersteller von Steuersoftware falsche Informationen in ihre Programme eingepflegt, erklärten die Unternehmen. Fehlerhaft sind demnach die Angaben zur Sozialversicherung für 2010 bei Arbeitnehmern, die freiwillig gesetzlich oder privat krankenversichert sind.

Der Fehler taucht in der Lohnsteuerbescheinigung für 2010 auf, die Arbeitnehmer meist mit der Januar-Abrechnung von ihrem Arbeitgeber erhalten haben. In den betreffenden Zeilen der Bescheinigung - Nummer 25 und 26 - muss jeweils die Summe aus Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil zur Kranken- und Pflegeversicherung eingetragen werden. Diesen Gesamtbetrag können die Arbeitnehmer steuerlich geltend machen. Viele Programme gaben hier jedoch nur den Arbeitnehmeranteil an.

Bis zu 1000 Euro weniger Erstattung

Reichen Steuerzahler mit ihrer Steuererklärung die falschen Zahlen beim Finanzamt ein, rechnet die Behörde nur den Arbeitnehmeranteil auf die Steuer an. Laut Lohn- und Einkommensteuer-Hilfe-Ring Deutschland (LHRD) führt das im Schnitt zu einer um 1000 Euro verringerten Steuerentlastung. Zu erkennen ist der Fehler in Zeile 24 der Steuerbescheinigung: Nur wenn die Zeile leer ist, hat der Arbeitgeber laut LHRD auf jeden Fall ein korrektes Papier ausgehändigt.

Von dem Fehler betroffene Arbeitnehmer, die ihre Lohnsteuererklärung bereits abgegeben haben, empfiehlt das Bundesfinanzministerium eine Korrektur sowie eine erneute Übermittlung der Daten. Die Personalabteilungen der Unternehmen sollten die Bescheinigungen der betroffenen freiwillig gesetzlich Krankenversicherten korrigieren und dann ein zweites Mal an die Arbeitnehmer aushändigen.

Angestellte sollen korrigierte Ausdrucke erhalten

Die Hersteller stellen nun ihre Programme für 2010 um. Danach sollen laut Finanzministerium die Arbeitgeber ihren betroffenen Mitarbeitern korrigierte Ausdrucke aushändigen, "wenn dies wirtschaftlich zumutbar erscheint", wie das Ministerium mitteilte. Die Finanzämter sollen demnach nur tätig werden, wenn das Unternehmen keine neue Bescheinigung erstellen kann.

Manche Software-Hersteller stellten ihren Kunden nun auch Musterschreiben für Mitarbeiter aus. Dort ist erklärt, worauf zu achten ist, wenn die Betroffenen demnächst ihre Steuererklärung machen wollen, aber keine korrigierte Bescheinigung des Arbeitgebers vorweisen können. Für die Steuerbescheinigungen 2011 immerhin, so versichern die Entwickler, sei die Software bereits geändert worden.

be/AFP / AFP
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