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Steuern: Steuereinnahmen höher als erwartet

Bund, Länder und Gemeinden haben nach einem Zeitungsbericht 2003 mehr Steuern eingenommen als erwartet.

Ohne die reinen Gemeindesteuern hätten die Einnahmen mit 441,79 Milliarden Euro um 194 Millionen Euro über dem Ergebnis der letzten Steuerschätzung vom November 2003 gelegen, berichtete die "Financial Times Deutschland" am Donnerstag unter Berufung auf den noch nicht veröffentlichten Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums. Eine Bestätigung war zunächst nicht zu erhalten. Dem "FTD"-Bericht zufolge stiegen insbesondere die Einnahmen aus der Körperschaftssteuer, die 2003 um eine Milliarde Euro über der Prognose der Steuerschätzer von 7,26 Milliarden Euro gelegen hätten. Nach den vorläufigen Daten des Finanzministeriums hätten die Steuereinnahmen damit fast genau die Höhe des Vorjahres erreicht.

Rückgang der Einnahmen im Dezember

Stabilisiert worden seien die Einnahmen vor allem durch die neuen Regelungen für die Besteuerung der großen Kapitalgesellschaften, hieß es weiter. Sie könnten unter anderem Steuerguthaben aus früheren, damals höher besteuerten Gewinnen nicht mehr unbegrenzt geltend machen. Dem Bericht zufolge hätten die Einnahmen des Bundes um 29 Millionen Euro über dem geschätzten Ergebnis von 191,9 Milliarden Euro gelegen. Die Länder hätten 229 Millionen Euro mehr als die erwarteten 177,3 Milliarden Euro erzielt. Im Dezember seien die Steuereinnahmen allerdings gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,3 Prozent zurückgegangen. Die Lohnsteuereinnahmen seien um 2,8 Prozent, die veranlagte Einkommenssteuer um 1,6 Prozent zurückgegangen. Auch die Mehrwertsteuereinnahmen seien um 2,6 Prozent gefallen. Die Körperschaftssteuereinnahmen seien dagegen um 3,8 Prozent gestiegen.