Versicherungen Münchener Rück steigert Gewinn 2002


Nach einem Gewinneinbruch durch die Terroranschläge 2001 hat der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück den Ertrag im vergangenen Jahr durch Beteiligungsverkäufe wieder deutlich gesteigert.

Im Vergleich zum Vorjahr habe sich der Überschuss auf 1,1 Milliarden Euro vervierfacht, teilte der Konzern am Donnerstag in München mit. Damit verfehlte der Konzern allerdings die Erwartungen vieler Experten, die mit einem Überschuss von rund 1,8 Milliarden Euro gerechnet haben.

Erwartungen trotzdem verfehlt

Grund dafür war vor allem ein Milliardenverlust im vierten Quartal. Unter dem Strich entstand in diesem Zeitraum ein Fehlbetrag von 2,2 Milliarden Euro, sagte der für Bilanzen zuständige Vorstand Jörg Schneider. Damit lag der Verlust deutlich über den Erwartungen der Experten. Schneider begründete den Fehlbetrag vor allem mit Abschreibungen auf Wertpapiere in Höhe von 1,4 Milliarden Euro. In diesem Jahr sei bei einer Seitwärtsbewegung der Kapitalmärkte aber nicht nochmals mit Abschreibungen in der Größenordnung des Vorjahres zu rechnen. Die Beitragseinnahmen seien im vergangenen Jahr um 10,8 Prozent auf 40 Milliarden Euro gestiegen.

Kapitalbasis wird gestärkt

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Münchener Rück zur Stärkung der Kapitalbasis die Ausgabe einer nachrangigen Anleihe bekannt gegeben. Zum Volumen der Anleihe wollte sich Schneider am Donnerstag nicht äußern.


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