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WestLB: Vorstand der Großbank soll abgelöst werden

Wegen der Affäre um millionenschwere Fehlspekulationen droht Thomas Fischer, Vorstandschef der Düsseldorfer Großbank WestLB, die Ablösung. Doch auch weitere Vorstandsstühle wackeln.

Der gesamte Vorstand der WestLB soll nach Informationen von "Spiegel online" zufolge abgelöst werden. Demnach soll der Aufsichtsrat den Gesamtvorstand entlassen und durch einen neuen ersetzen.

Gravierende Fehler bei Risikokontrolle

Die deutsche Finanzaufsicht BaFin werfe dem Vorstand der Düsseldorfer Großbank gravierende Fehler bei der Risikokontrolle vor. Hintergrund sei ein Zwischenbericht der KPMG-Wirtschaftsprüfer an die BaFin. Die Finanzaufsicht untersucht die Fehlspekulationen im Eigenhandel der WestLB, in deren Folge Verluste in dreistelliger Millionenhöhe entstanden. Der Aufsichtsrat der WestLB war zunächst nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen.

Der WestLB-Aufsichtsrat kommt kurzfristig am Donnerstag zu einer Sondersitzung zusammen. Unter Berufung auf Eigentümerkreise soll es dabei nicht nur um die Position des Vorstandsvorsitzenden Thomas Fischer gehen. Auch ander Vorstandsjobs der WestLB sollen wackeln.

Sieben auf einen Streich

Fest steht bereits der Abgang von zwei der sieben WestLB-Vorstände. Zum Monatsende scheidet Robert Stein aus, der das Investmentbanking verantwortete und von April 2006 bis Februar 2007 auch für den Eigenhandel zuständig war. Sein überraschender Abgang habe nichts mit den Fehlspekulationen zu tun, beteuerte die WestLB vor zwei Wochen. Auch IT-Vorstand Klaus-Michael Geiger geht, da sein Vertrag zum Jahresende 2007 ausläuft.

DPA / DPA
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