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"Die Stunde Null" 2020 war für die Makler von Engel & Völkers ein Rekordjahr – nun erwarten sie die Renaissance der Vororte

Immobilie
Häuschen mit Garten im Speckgürtel gewinnen an Attraktivität
© jhorrocks / Getty Images
Das Corona-Jahr 2020 war für das Maklerunternehmen Engel & Völkers ein Rekordjahr. Im Podcast erzählt CEO Sven Odia, warum der Immobilienkauf ein Megatrend bleibt und was er für dieses Jahr erwartet.

Auch im Corona-Jahr hat sich der deutsche Immobilienmarkt als erstaunlich robust erwiesen. Es gab im Gegensatz zu anderen Ländern keine nachhaltigen Verwerfungen, Einbrüche oder Preisrückgänge, im Gegenteil. "Der deutsche Immobilienmarkt ist sehr stabil und wird sich auch 2021 sehr stabil entwickeln", sagte Sven Odia, der Vorstandsvorsitzende von Engel & Völkers, im Podcast "Die Stunde Null". 

Der Vorstandschef berichtete von einer "Schockstarre" auf dem Markt im März und April während des ersten Lockdowns. Ab Mai habe sich der Markt allerdings schnell erholt. Besonders im Luxusbereich sei die Nachfrage hoch gewesen. "Das zweite Halbjahr war sehr stark", sagte der Engel & Völkers-CEO.

Das Hamburger Maklerunternehmen konnte mit seinen gut 13.000 Mitarbeitern während der Pandemie den Umsatz deutlich steigern. "Wir konnten 2020 ein absolutes Rekordjahr verzeichnen", sagte Odia, der seit über 20 Jahren bei der Maklerkette arbeitet und seit 2006 im Vorstand sitzt. Insgesamt stieg der Courtage-Umsatz laut Odia um 11 Prozent auf über 900 Millionen Euro. 

Veränderte Immobilien-Nachfrage

Die Nachfrage und Wünsche der Kunden hätten sich allerdings leicht verschoben, berichtete Odia. Manche Kunden machten etwa Kompromisse und Abstriche bei der Lage, um zum Beispiel mehr Platz, einen Garten oder einen Balkon zu haben. "Viele Menschen haben sich darüber Gedanken gemacht, wie ihre Bedürfnisse in Bezug auf das Wohnen wirklich sind, und das hat auch dazu geführt, dass sich manche Kriterien ein wenig verschoben haben", berichtete Odia. So gebe es eine "Renaissance der Vororte" und des Umlandes in vielen Regionen und eine "Lust zurück aufs Land". Der Preisdruck in den Innenstädten vieler Großstädte bleibe allerdings weiter hoch, weil immer noch zu wenig gebaut wurde.

Für dieses Jahr erwartet Odia, dass die Nachfrage weiter stark bleibt. "Das Thema Wohnimmobilien ist weiterhin ein großes Thema, zumal in anderen Bereichen eine hohe Verunsicherung herrscht", sagte Odia. "Hier geht es ja nicht nur um Rendite, sondern um Lebensqualität. Deswegen werden viele Menschen darüber nachdenken, weiterhin in Wohnimmobilien zu investieren. Das bleibt ein Megatrend."

Die Podcast-Folge von "Die Stunde Null" mit dem gesamten Interview hören Sie bei Audio NowApple oder Spotify oder via Google.


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