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Wohnungs-Klau: Haus gestohlen - 70-jährige Frau ist nun obdachlos

Sonia McColl war ganz aufgeregt, weil sie noch vor Weihnachten in ihr neues Haus umziehen wollte. Aber jetzt ist sie obdachlos und muss bei Freunden unterschlüpfen: Diebe haben ihr neues Häuschen geklaut. 

Das Häuschen ist gar nicht so klein, kann aber dennoch verladen werden.

Das Häuschen ist gar nicht so klein, kann aber dennoch verladen werden.

Sonia McColl freute sich auf Weihnachten im neuen Haus im englischen Willand. Aber bevor sie einziehen konnte, luden Diebe ihr Heim auf einen Riesen-Tieflader und verschwanden mit ihrer Beute. Die 70-jährige McColl hat sich für umgerechnet 35.000 Euro ein gebrauchtes Mobile-Home zugelegt. 

So ein Haus ist weit größer als ein Wohnwagen oder ein Container. Die Häuser sind etwa 12 Meter lang und 3,4 Meter breit. Es gibt sogar Anwesen, die aus mehreren Modulen zusammengesetzt werden. Das Haus von Sonia McColl besteht jedoch nur aus einem Block. Wegen der Bauvorschriften gibt es diese Art von Häusern in nur selten. In vielen Ländern gelten Mobil-Homes allerdings nicht als permanente Bebauung und dürfen auf Campingplätzen und an Orten aufgestellt werden, wo nicht gebaut werden darf. Diese Häuser besitzen Küche, Bad und Heizungen. Sie werden mit einem Kran auf Fundamentsteinen abgesetzt und müssen dann nur noch mit den Strom- und Wasseranschlüssen verbunden werden.

Handy-Diebstahl


Zwischenstopp auf dem Gewerbehof

McColls Heim sollte mit einem Schwertransporter zu ihr geliefert werden. Aber auf dem Weg wurde das Zehn-Tonnen-Haus vom Hof des Spediteurs geklaut. Dort wurde es abgestellt, weil der Schwertransporter nicht durch die Einfahrt passte und noch einige Instandsetzungen durchgeführt werden sollte. Sonia McColl sagte: "Ich habe es geschafft, innerhalb von zwei Wochen eine andere Spedition zu finden, um das Haus anliefern zu lassen, aber bevor sie es am Samstag abholen wollten, verschwand mein neues Zuhause."


Offenbar stand es ein paar Tage zu lang unbeaufsichtigt auf dem Gewerbehof. Die Diebe müssen vom Fach gewesen sein. Das zehn Tonnen schwere Haus lässt sich wegen der Überbreite nur von besonderen Lkw transportieren, außerdem benötigt man einen Schwerlast-Kran, um das Haus aufzuladen. Polizeisprecherin Marie Gorfin erklärte auf einer Newsseite der Polizei: "Das Haus wurde von einem speziellen Tieflader-Anhänger transportiert. Das hat jemand getan, der weiß, was er macht. Dies ist ein sehr schwerwiegendes und emotionales Verbrechen, da das Opfer nun obdachlos und offensichtlich verzweifelt ist."

Problem ist die Versicherung

Das größte Problem ist die Versicherung: Das Mobilheim ist an seinem Standort versichert, außerdem hatte Sonia McColl eine Transportversicherung angeschlossen. Nur der mehrtägige Zwischenstopp auf dem Gewerbehof war nicht versichert. McColl steht nun vor dem Nichts.
Die geschockte Frau sagte der "Sun": "Ich weiß nicht, was ich tun soll, um ehrlich zu sein. Ich bin taub, ich funktioniere nicht richtig, ich kann nicht einmal weinen. Ich glaube, ich stehe immer noch unter Schock wegen der ganzen Sache."
Als sie die Nachricht von dem Diebstahl erhielt, hatte Sonia McColl gerade einen Weihnachtsbaum für ihr neues Zuhause gesucht. Die verzweifelte Frau sagte, dass sie hoffe irgendjemand werde ihr Haus finden, und sagte: "Man kann doch nicht einfach ein Zuhause verlieren."

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