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Mieter reichen Klage ein: Lärm, Dreck und Ratten: Wie Trumps Schwiegersohn Jared Kushner ein Mietshaus luxussaniert

Ist Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner ein rücksichtsloser Miethai? Zahlreiche aktuelle und frühere Mieter eines Hauses in New York erheben schwere Vorwürfe.

Jared Kushner

Trump-Schwiegersohn und Präsidentenberater Jared Kushner

DPA

Nicht nur US-Präsident hat sein Vermögen Immobiliengeschäften zu verdanken. Auch sein Schwiegersohn Jared Kushner ist dick im Business. Der Mann von Trump-Tochter Ivanka führt das milliardenschwere Immobilienimperium der Familie Kushner. Als Vermieter hat der schnieke Schwiegersohn des polternden Präsidenten allerdings ein verheerendes Image. Immer wieder gibt es Berichte darüber, wie rücksichtslos die Mieter in seinen Objekten behandelt werden.

Nun melden sich die Mieter eines Wohnhauses im New Yorker Stadtteil Brooklyn mit schweren Vorwürfen. Die Nachrichtenagentur AP hat mit mehr als einem Duzend aktueller und ehemaliger Bewohner gesprochen, die berichten, von der -Firma gnadenlos aus dem Haus gemobbt zu werden. Sie sollen offenbar aus den vergleichsweise günstigen Mietwohnungen vertrieben werden, damit die Wohnungen luxussaniert an gut betuchte Käufer verkauft werden können.

Wenige Monate nachdem die Kushners den Wohnblock im angesagten Williamsburg gekauft hätten, sei es mit Baulärm losgegangen. Ab den frühen Morgenstunden bis zum Sonnenuntergang dröhnten die Hämmer und Bohrer, berichten die Mieter. Teilweise sei keine normale Unterhaltung mehr möglich, Bilder fielen von der Wand und alles sei voller Staub. Ständig liefen Bauarbeiter durch das Gebäude, dazu kamen und ein Wasserrohrburch, klagt eine Mieterin. "Mein starker Eindruck ist, dass sie dieses Gebäude so unbewohnbar wie möglich machen, damit sie alle rausbekommen", sagt ein anderer Mieter.

Gentrifizierung à la Kushner

Wer Staub, und Ratten trotzt, erhält eine saftige Mieterhöhung - dabei handelt es sich bei dem umgebauten Lagerhaus eigentlich um sozialen Wohnraum mit gedeckelten Mieten. Der gesetzliche Spielraum für solche Wohnungen werde nun voll ausgeschöpft, sodass viele Mieter aus finanziellen Gründen ausziehen.

Eine Gruppe von Mietern hat eine Klage vorbereitet, die an diesem Montag eingereicht werden soll. Darin werden die Belästigungen der Mieter durch die Bauarbeiten beklagt, sogar von krebserregendem Staub in der Luft ist die Rede. "Wir haben uns Hunderte Gebäude mit gedeckelten Mieten angeschaut und dieses hier ist das schlimmste, das wir je gewesen haben", zitiert AP Aaron Carr von der Mietervereinigung "Housing Rights Initiative", die die Klage eingereicht hat. 

Ivanka Trump und Jared Kushner

Ein Sprecher der Kushner Companies (kurz: Kushner Cos.) sagte gegenüber AP, es würden keine Mieter belästigt. Zwar habe es während der Bauarbeiten Beschwerden gegeben, doch diese seien Ende Dezember beendet gewesen. Die meisten Mieter haben offenbar ohnehin schon das Handtuch geworfen. Laut AP-Recherchen sind in den vergangenen drei Jahren mehr als 250 Mieter ausgezogen - rund 75 Prozent der Wohnungen sind geleert oder schon verkauft. 

Im Schnitt gingen die Wohnungen für 1,2 Millionen US-Dollar weg, insgesamt 155 Millionen US-Dollar soll Kushner Cos. schon mit den Verkäufen eingenommen haben. Die Geschwindigkeit, mit der das Haus entmietet worden sei und die Bedingungen denen die Mieter ausgesetzt seien, gäben einen guten Einblick in das "räuberische Geschäftsmodell der Kushner Cos.", erklärt Mietrechtsaktivist Carr. 

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bak
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