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Nebenkosten: Das dicke Ende kommt noch

Angesichts ständig steigender Wohnnebenkosten sollten Mieter rechtzeitig Rücklagen bilden. Haushalte, die Heizöl verwenden, sind die Teuerungen schon gewöhnt, aber auf Erdgas-Verbraucher wartet ein "großer Hammer".

"Es ist auf jeden Fall sinnvoll, monatlich 20 bis 30 Euro für die Nachzahlungen auf die Seite zu legen, wenn man es kann", sagte der Referent für Rechtsfragen beim Mieterbund Bayern, Thomas Emmert. Die Haushalte, die Heizöl verwenden, seien zwar aus den vergangenen Jahren bereits einen stetigen Preisanstieg gewohnt. Für die bislang nicht so stark betroffenen Erdgas-Verbraucher komme nun allerdings auch der "große Hammer", sagte Emmert. Sie müssten in nächster Zeit mit einer massiven Preiserhöhung zwischen 10 und 15 Prozent rechnen.

Auch andere Kosten steigen

Doch nicht nur die Brennstoffkosten schnellen in die Höhe. Auch andere Betriebskosten wie Strom, Wasser, Abwasser und Müllgebühren stiegen immens an, sagte Emmert. Die "zweite Miete" nehme mittlerweile ähnliche Ausmaße wie die Nettomiete an. Oft betrage sie schon ein Drittel der gesamten Wohnkosten, bei Kleinwohnungen oder kleinen Appartements sogar bis zu 45 Prozent.

Mieter könnten gegen die enorm steigenden Kosten aber nur wenig tun. So werde der Preisanstieg bei Brennstoff einfach "weitergereicht". Eine Option sei jedoch, mit dem Vermieter über Energiesparmaßnahmen zu reden. Neue Fenster oder Geräte mit einem höheren Wirkungsgrad seien nur zwei Beispiele für entsprechende Verbesserungen. Die Kosten für eine solche Modernisierung könnten jedoch wiederum auf die Miete aufgeschlagen werden und die gesparten Betriebskosten übersteigen, warnte Emmert. Auf diese Weise lägen die Gesamtkosten am Ende möglicherweise sogar höher als zuvor.

mit DDP
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