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Lockdown Trend Gartenbar – die Briten lassen sich das Trinken auch von Corona nicht vermiesen

Lockdown: Trend Gartenbar – die Briten lassen sich das Trinken auch von Corona nicht vermiesen
© Twitter
Wegen der Corona-Pandemie wurden in England die Pubs wochenlang dicht gemacht. Also kein Feierabend-Drink mehr? Die Briten verwandeln ihre Gartenschuppen einfach in Bars – auch in Deutschland ist das keine schlechte Idee.

Dichtes Gedränge auf der Tanzfläche und am Tresen wird es auf absehbare Zeit nicht geben. Aber Abstand halten in der Bar und allein seinen Drink schlürfen? Das hört sich für Partyfreunde nicht lustig, sondern reichlich deprimierend an.

Großbritannien musste einen noch strengeren Lockdown ertragen als Deutschland. Clevere Briten haben daher einen Trend kreiert, der die gewohnte Pup-Atmosphäre auch in Coronazeiten garantiert: die Gartenbar.

Umrüstung des Gartenschuppens

Meistens nutzen sie einen schon vorhandenen Gartenschuppen. Der wird kräftig entrümpelt und frisch gestrichen. Einbauten sorgen dann für die gewünschte Wohlfühlatmosphäre. Mit einem überschaubaren Budget von nur 500 Pfund verwandelte ein Paar aus Wilmslow, in der Umgebung von Manchester, ihren Schuppen in einen schmucken Pup. Beide sind gewissermaßen vom Fach. Nick T. ist Innenarchitekt und Sadie J. Maklerin, daher gelang ihnen auch eine wirklich stilvolle Bar.

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"Ich hatte die Idee, den Schuppen in eine Kneipe umzuwandeln, um beim Lockdown irgendwo hingehen zu können", sagte Sadie der Geldspar-Community "LatestDeals.co.uk". Ihr Mann machte den ersten Plan und den Grundriss. Um Geld zu sparen, kauften sie möglichst gebrauchte Güter und günstige Restbestände, die für einen Hausbau zu klein gewesen wären, aber für die Mini-Hütte ausreichten.

Gute Planung half

Eine Zapfanlage besaßen sie noch. "Alles in allem kostete der Bau etwa 500 Pfund, einschließlich des 80 Pfund teuren Kühlschranks und des 50 Pfund teuren Gefrierschranks, die wir auf dem Facebook-Marktplatz gekauft haben."

Dank guter Planung mussten sie nur drei Tage arbeiten. Das nötige Material beschafften sie sich vorher. In der Zeit dekorierten sie nicht nur den Pup, sie bauten aus Holzbalken einen soliden Tresen, in dem die Kühlschränke verschwanden und setzten eine neue Tür ein, um den Pup zum Garten zu öffnen. Dazu kommen Tapeten mit geprägtem Ziegelmuster, seit jeher ein "Muss" in jedem Partyraum. Beide liebten die Abwechslung der körperlichen Arbeit. "Es war auf jeden Fall mental und körperlich gut, nach den letzten 12 Wochen etwas zu tun, und wir würden es jedem empfehlen, es auszuprobieren."

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Einziges Problem: In den nächsten Wochen müssen sie einen kleinen Schuppen für die Gartengeräte bauen, die durch den Pub obdachlos geworden sind.

Kaum Auflagen in Deutschland

Und sie sind nicht die Einzigen. Unter Hashtags wie #gardenbar zeigen andere Briten ihre Umbauten. Auch in Deutschland ist die eigene Bar keine schlechte Idee. Hierzulande sind die Regeln für private Zusammentreffen weit lockerer als die strengen Auflagen für die Gastronomie.

In Baden-Württemberg dürfen sich bei privaten Veranstaltungen bis zu 20 Menschen treffen. In Bayern und Berlin gibt es gar keine mengenmäßigen Begrenzungen. Dennoch sollte man keine House-Party mit Hunderten von Gästen feiern. Doch einer kleinen Gartenparty steht in Deutschland nichts entgegen. Das ist für alle eine Alternative, die sich beim Cornern mit Plastikbecher nicht wohlfühlen, und für all die, die nicht in der Nähe einer Partymeile leben. Außerdem lässt sich die eigene Gartenbar immer mit einem Grill kombinieren.

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Wen man davon ausgeht, dass die Beschränkungen in der Gastronomie solange andauern werden, bis ein Impfstoff nicht nur entdeckt, sondern auch in Deutschland zugelassen ist, lohnt es sich durchaus, Mühe und ein wenig Geld in eine schöne Dekoration zu stecken.

Günstig wird die Gartenbar allerdings nur, wenn ein Schuppen vorhanden ist, der nur umgebaut werden muss. Für ein brauchbares Gartenhäuschen müsste man als Bausatz doch etwa 3000 Euro kalkulieren. Unumgänglich im Schuppen ist nur ein Stromanschluss. Wasser kann während der Saison mit einem Schlauch zugeführt werden. Das Abwasser wird man dann in Kanistern sammeln müssen.

Quelle: Metro, LatestDeal

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